Mittwoch, 29. August 2012

In eigener Sache...

Die neue Stats-Corner für die Sachsenliga ist online.

Aus Zeitgründen wird es für die 2.Bundesliga diese Saison keine Stats-Corner geben. Der Link für die letzte Saison bleibt auf der Fanpage erhalten.

Sonntag, 12. August 2012

Sieg, Niederlage und zwei Laborratten

Obwohl personell am Hungertuch nagend hat Handball-Sachsenligist SG DHfK/NHV Delitzsch unter der Woche zwei weitere Testspiele bestritten und dabei eine ordentliche Figur abgegeben. Am Donnerstagabend setzte es eine haarscharfe 30:31- Niederlage bei Oberligist SV Hermsdorf, tags zuvor sprang gegen Lok Leipzig-Mitte (Verbandsliga) ein recht deutlicher 37:33-Erfolg heraus. SG-Trainer Michael Schneider wollte die beiden Partien nicht allzu hoch hängen, verzichtete auf Galgenstricke. Einerseits weil er seine Mannschaft jeweils direkt zuvor zu knackigen Trainingseinheiten gebeten hatte, andererseits weil er gerade einmal sieben Feldspieler aufs Formular schreiben konnte, folglich recht einsam an der Seitenlinie umher stiefelte. "Momentan fehlen uns die Alternativen, auch deswegen schaue ich nicht so auf die Ergebnisse", sagte Schneider über den Doppel-Test. Dabei darf die knappe Schlappe in Hermsdorf durchaus als Achtungserfolg durchgehen.
Den Coach beschäftigen freilich Baustellen, abseits der nackten Zahlen. Da mit Marcel Ulrich nur ein gelernter Kreisläufer im Kader steht, müssen zwangsläufig kreative Lösungen und ein guter Arzt her. "Ich hoffe, das ,Ulle' gesund bleibt, aber wir brauchen auch Alternativen und nutzen die Vorbereitung, um am Kreis zu experimentieren", erzählt Schneider. Die Laborratten heißen in diesem Fall Matthias Juknat und Frank Bönke, die sich auf der ungewohnten Position gerade erste Sporen verdienen. Indes bleibt dem Trainer auch noch sein Neuzugangs- Wunschzettel: "Vielleicht kommt ja noch einer." Ende August wissen wir mehr.
Bis dahin lässt es die SG auch in Sachen Vorbereitungspartien etwas ruhiger angehen, stattdessen soll den Problemzonen durch gezieltes Training der Garaus gemacht werden. Am ersten Septemberwochenende nimmt die Mannschaft beim Turnier in Döbeln wieder volle Fahrt auf. "Dann werden wir sehen, wo wir stehen. Oder auch nicht", sagt Schneider. Geduld ist eine Zier.
Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 11.August 2012

Freitag, 10. August 2012

Antwort auf Personalfragen Ende August

Ordentlicher Auftakt: Handball- Sachsenligist SG DHfK/NHV Concordia Delitzsch hat sein erstes Testspiel nach fast viermonatiger Pause mit 35:25 gegen Sachsen-Anhalt-Ligist SG Spergau gewonnen. Die Concorden dominierten die auf 3x20 Minuten angesetzte Partie klar.
"Ich bin zufrieden. Für den ersten Auftritt nach so langer Zeit war das mehr als in Ordnung. Auch wenn natürlich noch nicht alles so lief, wie ich mir das vorstelle", sagte DHfK/NHV-Trainer Michael Schneider. Allerdings absolvierten die Spergauer zuvor ein Trainingslager, dementsprechend fehlte ihnen etwas die Spritzigkeit. Auf der anderen Seite hatten die Delitzscher nur acht Feldspieler dabei, fehlten Christian Bräuer, Nico Ludwig und Jens Groeschel. Schneider begriff das aber als Chance für den Rest der Truppe: "So konnten fast alle viel spielen. Das hat mich für die Jungs gefreut." Zum Einspielen des kompletten Teams sei es aber nicht perfekt gewesen. Einen starken Eindruck hinterließ Neuzugang Marcus Leuendorf, der laut Trainer bereits eine echte Stütze in Abwehr und Angriff ist. "Jetzt feilen wir noch an einigen Nuancen und weiter an der Ausdauer", so Schneider. Dazu stehen in den kommenden Tagen zwei weitere Vorbereitungsspiele gegen Lok Leipzig-Mitte (Verbandsliga) und den SV Hermsdorf (Mitteldeutsche Oberliga) an. Letzteres dürfte ein echter Härtetest werden.
Wenig Erhellendes gibt es in Sachen Personal. "Erst Ende August entscheidet sich, ob wir noch den ein oder anderen Spieler vom SC DHfK Leipzig kriegen", sagte SG-Mannschaftsleiter Sören Raab gestern gegenüber der Kreiszeitung. Das hänge auch davon ab, ob beim Zweitligisten alle gesund bleiben. Das letzte Wort habe schließlich Trainer Uwe Jungsandreas "Wir stehen fortlaufend in Kontakt mit den DHfK-Verantwortlichen", so Raab. Noch bleibt der SG etwas Zeit. Die Mannschaft startet am 16. September mit der Partie bei Koweg Görlitz in die Saison.
Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 8.August 2012

Sonntag, 15. April 2012

HVH Kamenz - SG DHfK/NHV 33:28 (16:13)

Niederlage und Verletzung

Die Handballer der SG DHfK/NHV Delitzsch haben zum Saisonabschluss eine weitere Schlappe kassiert. Am Sonntagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Schneider beim HVH Kamenz mit 28:33. Schon vorher stand fest, dass der Aufsteiger die Saison auf Rang fünf beenden würde.

Wie das so mit bedeutungslos gewordenen Spielen ist, sie bringen selten Gutes. In Kamenz verletzte sich SG-Kreisläufer Eric Thomas an der Schulter und fällt auf unbestimmte Zeit aus. "Das schmerzt wesentlich mehr als die Niederlage", sagte Schneider. Dabei hatte alles so hübsch angefangen. Die Gäste holten sich fix eine Drei-Tore-Führung und schienen den Tabellenachten im Griff zu haben. Aber nach einer Viertelstunde brachte der Ausfall von Thomas das Team völlig aus dem Rhythmus und Kamenz schlug eiskalt zu. Plötzlich waren die Hausherren tatsächlich Herr im Hause und erarbeiteten sich einen soliden Vorsprung. "Durch das viele Rotieren fehlte uns die Stabilität in der Abwehr", so Schneider, der Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance gab. Hinzu gesellten sich einige unglückliche Offensiv-Aktionen der Seinen.

Und als Christian Bräuer nach 40 Minuten die rote Karte sah, nahm das Schicksal endgültig seinen Lauf. "Es gab dann keine Phase mehr, in der es so aussah, als würden wir das Ding noch umbiegen können", berichtete der Coach. Nun gönnt er seinen Schützlingen ein, zwei Wochen Abstand vom Handball - sich selbst allerdings nicht. Er nimmt bis zum Juni an einem Lehrgang teil, um die C-Lizenz abzulegen. Manch einer kann eben nie genug kriegen.

Johannes David, Leipziger Volskzeitung vom 17.April 2012

Sonntag, 1. April 2012

SG DHfK/NHV - Einheit Plauen 24:27 (13:15)

Verfluchter Heimfluch

Die SG DHfK/NHV Delitzsch hat am Sonntagabend im letzten Heimspiel der Saison eine wahre Abnutzungsschlacht gegen den Tabellendritten HC Einheit Plauen mit 24:27 (13:15) verloren. Immer wieder holten die Hausherren deutliche Rückstände auf, nur um am Ende doch gesenkten Hauptes das Parkett der Becker-Halle zu verlassen. Noch Minuten nach dem Abpfiff schüttelte Jan Jungandreas ungläubig, enttäuscht und ausgepumpt den Kopf. Wieder einmal hatten er und seine Teamkollegen alles in die Waagschale geworfen, doch gegen erbarmungslose Gäste und den Heimfluch der Rückrunde waren sie machtlos. Nur ein einziger Sieg sprang 2012 im Becker-Karton heraus - zu wenig um das Podest der Sachsenliga zu erklimmen. "Plauen ist uns heute eine halbe Nasenspitze voraus gewesen. Uns hat letztlich die Kraft gefehlt, um zum Schluss noch einmal ranzukommen. Trotzdem muss ich der Mannschaft für ihre starke kämpferische Leistung ein Kompliment machen", sagte SG-Trainer Michael Schneider.

Denn ab der zehnten Minute liefen die Seinen fast immer einem Rückstand hinterher. Die unwahrscheinlich wuchtigen Plauener stellten die Loberstädter vor riesengroße Probleme. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Den hünenhaften HV-Rückraum versuchte Delitzsch mit extrem offensiver Deckung auf Distanz zu halten, attackierte teilweise kurz hinter der Mittellinie (!). Die sich bietenden Lücken nutzte Gästespielmacher Lukas Klima vortrefflich und recht bald zog seine Mannschaft davon (5:8, 18. Minute). Auch weil Delitzsch vorn einige Großchancen ausließ und so einer bitteren Pleite entgegenzusteuern schien.

Eine Auszeit musste her und wirkte wahre Wunder. Torwart Max Neuhäuser fiel in dieser Phase nicht nur mit schönen Paraden, sondern auch mit tollen Pässen über das ganze Spielfeld auf, wofür er bisher kaum bekannt war. "Max lernt Woche für Woche dazu und hat in dieser Saison einen großen Sprung gemacht. Er genießt unser Vertrauen und zahlt es zurück", lobte Schneider seinen 19-jährigen Keeper. Außerdem beflügelten diverse glückliche Entscheidungen des Schiedsrichter-Duos die Aufholjagd.

Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit schien der Zauber verflogen. Wieder entfloh Plauen auf drei Tore. Seltsamerweise schlug Delitzsch nun in Unterzahl zurück und drehte die Partie (19:18, 39.). Irdisch ließ sich das nicht erklären, weshalb Schneider von einem "Rausch" sprach. Doch auch dieser endete jäh. Die SG warf fortan zehn Minuten lang nur noch die Wand oder den gegnerischen Torwart an (19:23, 47.). Geschlagen gab sich das Team trotzdem nicht und verkürzte tatsächlich noch einmal auf 22:23. Die Halle brodelte, aber weiter trugen die Füße nicht. Plauen spielte das Ding abgezockt herunter und gewann verdient. Philipp Zimmer, dritter Delitzscher Torwart, sagte nach dem Abpfiff zu Schneider: "Wir sehen uns am Dienstag." Nach dem Spiel ist vor dem Training. Und in zwei Wochen geht's für Zimmer und Kollegen zum Saison-Halali nach Kamenz.

Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 3.April 2012
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