Samstag, 22. September 2018

NHV- SV 04 Plauen-Oberlosa 20:20 (9:11)

NHV CONCORDIA DELITZSCH:
Schulz (bei 1 Siebenmeter), Voigt (11 Paraden) ; Sowada, Grohmann (9/3), Mittag, Günther, Prautzsch (1), Müller, Nešovanović (3), Karl, Wendlandt (3), Paululik (4)

SV 04 PLAUEN-OBERLOSA:
Petzoldt (n.e.), Klaus (9 Paraden), Flämig (1 Parade) ; Kveton, Wetzel, Weikert, Roth (1), Englert, Trommer-Ernst (2), Mertig (5), Richter (4), Hertel (2), Kolomaznik (2), Multhauf (4/4)

Zeitstrafen:
NHV: 8 Minuten (1x2 Min. Mittag, Günther, Müller und Paululik)
SV04: 10 Minuten (2x2 Min. Kolomaznik, 1x2 Min. Kveton, Wetzel und Weikert)

Siebenmeter:
NHV: 3/3
SV04: 5/4 (Multhauf trifft den Pfosten)

Bericht folgt ...

Samstag, 15. September 2018

SG Pirna/Heidenau - NHV 30:22 (16:10)

Der große Frust

Der NHV Concordia Delitzsch kommt in dieser Saison überhaupt nicht aus den Startlöchern. Der personell gebeutelte Handball-Oberligist verlor am Sonnabend das Kellerduell bei der SG Pirna/Heidenau mit 22:30 (10:16) und rangiert nach der dritten Niederlage im dritten Spiel auf dem vorletzten Platz.
Einzig Kreisläufer Nemanja Nešovanovic (sechs Tore) erreichte Normalform und zeigte sich anschließend gefrustet: „Jeder kann sehen, dass wir Probleme haben. Heute hatten wir wieder die Chance, die Partie zu kippen, machen in der zweiten Halbzeit drei Tore hintereinander und schenken dann doch wieder alles her, indem wir einen Fehler nach dem anderen machen. Wir sind ein neues Team und brauchen noch etwas Zeit. Dennoch muss jeder von uns in den Spiegel schauen und sich selbst fragen, was er besser machen kann“, sagte der Neuzugang. Auch Jan Jungandreas nahm kein Blatt vor den Mund. „Man muss leider sagen, dass es insgesamt vorne und hinten wieder zu wenig war“, befand der Co-Trainer. „Wir stehen nicht kompakt genug in der Abwehr oder verlieren die wichtigen Zweikämpfe und machen nach vorne wieder viel zu leichte Fehler.“
Bereits nach zehn Minuten war den mitgereisten Fans klar, dass in Pirna nichts zu holen sein wird. Technische Fehler und schlechte Würfe häuften sich. Die Hausherren brauchten nur abwarten und diese Schwächen ausnutzen. Nach 18 Minuten hatten die Concorden gerade einmal vier Treffer zustande gebracht. Weder Abwehr noch Torhüter erreichten Normalform und bis zur Pause wuchs der Rückstand auf 10:16 an.
Bereits auf dem Weg in die Kabine ließen einige Delitzscher die Köpfe hängen. Optimismus sieht anders aus. Die zweite Halbzeit wurde zum Spiegelbild der ersten. In keiner Phase der Partie wies die Mannschaft Oberligatauglichkeit nach. Pirna spielte das Ding locker herunter und gewann auch in der Höhe verdient. Die Loberstädter dagegen wirken momentan schlicht überfordert und stehen in den kommenden Wochen nicht eben vor leichteren Aufgaben. So geht es unter anderem zum amtierenden Vizemeister Köthen und davor zu Hause gegen Plauen.
Trotz aller Enttäuschung hilft nur der Blick nach vorn. Das sieht auch Nešovanovic so: „Es hilft nichts, wir müssen im Training hart arbeiten und die Abläufe trainieren, damit wir die Fehler im Spiel auf ein Minimum reduzieren. Wenn uns das gelingt, werden wir uns schon bald besser präsentieren.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den Delitzschern am kommenden Sonnabend. Dann ist der bisher unbesiegte SV Plauen- Oberlosa in der Mehrzweckhalle zu Gast. Und wer weiß: Vielleicht zaubern die NHV-Verantwortlichen bis dahin einen Neuzugang aus dem Hut. Denn unübersehbar ist, dass die Mannschaft im linken Rückraum und auf der Spielmacher-Position dringend Verstärkung braucht.
Jens Teresniak / Hartmut Sommerfeldt, Leipziger Volkszeitung vom 17.Sepetember 2018

Samstag, 8. September 2018

NHV - HC Elbflorenz Dresden II 25:29 (14:16)

Außer Grohmann hat Delitzsch wenig zu bieten

Das Spiel in der Handball-Oberliga ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden. In der 55. Minute wirft Friedrich Kleinert das 28:21 für die Gäste vom HC Elbflorenz II. Da tritt Felix Herholc, Torwart und Kapitän des gastgebenden NHV Concordia Delitzsch, mit voller Wucht verärgert gegen den Pfosten. „Das kann doch nicht wahr sein“, ruft der Keeper, „wir standen doch nur bei minus drei.“ Er bezieht sich auf den Zeitpunkt sechs Minuten zuvor. Doch den Concorden gelingt es nicht, die Partie noch einmal spannend zu gestalten.
Die Dresdner bauen den Vorsprung aus und bringen ihn beim 29:25 sicher und souverän über die Zeit. Während die Landeshauptstädter mit 4:0 Punkten nun die Tabelle anführen, sind die Nordsachsen mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und liegen auf dem 13., dem vorletzten Platz. Geprägt wird die Partie von einem Neu- und einem Ex-Delitzscher. Beim NHV brilliert Neuzugang Frank Grohmann. Der ehemalige Drittligaspieler stellt seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis, wirft im Alleingang die ersten sechs Tore für den NHV und kommt insgesamt auf 14 Treffer. Von sieben Siebenmetern versenkt er sechs ganz sicher, scheitert einmal an der Latte. „Ein Frank Grohmann ist einfach zu wenig“, seufzt Herholc nach dem Abpfiff.
Bei den Gästen steht der ehemalige Concorde Oskar Emanuel gleich in der Anfangsformation, übernimmt Verantwortung, was ihm eben auch von Trainer Rico Göde zugetraut wird, drückt dem Spiel überzeugend seinen Stempel auf und erzielt auch fünf Treffer. „Wir sind das Perspektivteam für unsere erste Mannschaft“, sagt Göde. Ausbildung für die Zweitligamannschaft stehe an erster Stelle. Emanuel habe das in der zweiten Liga bereits gut gemacht. Zufrieden über den Sohn äußert sich auch Kai Emanuel. „Er hat eine gute Leistung gezeigt“, lobt der Vater, im Hauptberuf Nordsachsens Landrat. „Das war schon toll, in der Halle viele Bekannte zu sehen“, berichtet Oskar Emanuel. Das habe ihn mit Sicherheit noch „ein bisschen mehr“ motiviert.
Elbflorenz erweist sich über die gesamte Spielzeit als überlegene Mannschaft. „Wir haben viele Konter sehr schnell gespielt, das können wir“, kommentiert Göde, der von einem „verdienten Erfolg“ spricht. Den Concorden gelingt es nicht, diese rasanten Gegenangriffe zu unterbinden. „Das hat uns das Genick gebrochen“, stellt Grohmann fest, der einzige Delitzscher, der in der Offensive überzeugt. Zu viele leichte Fehler kommen oben drauf. „Wir sind mit einem großen Umbruch gestartet, wir brauchen Zeit für das Zusammenspiel“, hadert Concordia-Coach Wladimir Maltsev.
Es gebe noch viele Baustellen. Es zeigt sich, dass die Neuzugänge Michael Günther, Nemanja Nešovanović und Michal Paululik noch nicht richtig angekommen sind. Paululik verhungert auf der Rechtsaußenposition, wird kaum angespielt – ein Phänomen, das in der D- und C-Jugend häufig zu beobachten ist. Und es fehlt eben ein Torjäger im linken Rückraum. Nešovanović wirft einmal auf das Tor, steht aber im Kreis. Am nächsten Sonnabend tritt der NHV bei der SG Pirna/Heidenau an. Der Verein hat die ersten beiden Begegnungen ebenfalls verloren, ist nur wegen des etwas weniger schlechten Torverhältnisses vor den Concorden auf Platz zwölf. Geht es nach dem Gesetz der Serie, wird es ein Unentschieden geben. In Burgenland verloren die Delitzscher mit acht Toren, jetzt mit vier. Also ist die Null angesagt. Herholc hat etwas gegen diese, zugegeben, nicht sehr seriöse Kalkulation. „Es war heute schon viel besser als beim HC Burgenland, und in Pirna wollen wir gewinnen.“
Ulrich Milde, Leipziger Volkszeitung vom 10.September 2018

Sonntag, 2. September 2018

HC Burgenland - NHV 24:16 (16:9)

"Das war katastrophal"

Der Auftakt in die neue Oberliga-Saison ist den Handballern des NHV Concordia Delitzsch gründlich misslungen. Sie verloren am Sonntagabend beim HC Burgenland 16:24 (9:16) und lieferten dabei ein wahres Fehlerfestival ab. Anschließend war die Ernüchterung entsprechend groß. „Bei 20 Technik- und Regelfehlern muss ich nicht viel sagen. Das war katastrophal. Wir standen in der Abwehr sicherlich nicht perfekt, haben da aber schon gut gearbeitet. Dann bekommen wir aber die Abpraller nicht. Selbst wenn Burgenland den Ball aus der Hand verliert, bekommen wir ihn nicht. Dazu schmeißen wir etliche Bälle einfach weg. Das ist dann insgesamt einfach zu wenig“, sprach Co-Trainer Jan Jungandreas deutliche Worte.
Neben diversen Verletzten fehlte bei den Gästen auch Neuzugang Nemanja Nešovanović, für den noch immer die Spielgenehmigung fehlt. Die Begegnung begann beiderseits sehr nervös mit vielen kleinen Fehlern, die zunächst aber kaum bestraft wurden. Nach einem 1:3-Rückstand kam Delitzsch rasch wieder zum Ausgleich. Bei diesem knappen Schlagabtausch blieb es zunächst. Dann jedoch kam Delitzsch offensiv völlig aus dem Konzept und agierte zunehmend kopfloser. Der HCB nutzte die Schwächephase konsequent aus und zog davon.
„Wir sind gut in die Partie gekommen und haben bis zur 20. Minute eine starke Abwehrleistung gezeigt. Auch vorne haben wir diszipliniert gearbeitet. In den zehn Minuten vor der Halbzeitpause haben wir dann aber leider völlig den Faden verloren und sind diesem Rückstand in der zweiten Halbzeit hinterher gelaufen“, sagte Kapitän Felix Herholc.
In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Obwohl Marian Voigt im Tor eine sehr gute Leistung zeigte, kamen die Concorden nicht in Schlagdistanz, leisteten sich weiter zahlreiche Fehler. Dabei wirkte der HCB ebenfalls keinesfalls gefestigt, bot den Gästen mehrfach an, den Rückstand zu verkürzen, doch die nahmen diese Geschenke nicht an. So schaukelten die Hausherren das Spiel am Ende locker und deutlich über die Zeit. Das Thema Zeit beschäftigte auch den Kapitän. „Wir benötigen noch Zeit und einen hoffentlich bald vollen Kader, damit wir an unseren Defiziten im Sechs-gegen Sechs arbeiten können“, sagte Herhholc.
Nun müssen sich die Delitzscher kurz schütteln und den Blick auf das erste Heimspiel der Saison werfen. Am Sonnabend geht es gegen die Zweitliga- Reserve des HC Elbflorenz Dresden. „Wir wollen natürlich gewinnen, aber das wird keine leichte Aufgabe. Wir werden auf jeden Fall alles reinhauen. Vor allem müssen wir unsere Fehlerquote rapide senken“, blickt Co-Trainer Jungandreas voraus.
Jens Teresniak / Sven Sauerbrey, Leipziger Volkszeitung vom 4.September 2018

Montag, 13. August 2018

Concordia gewinnt den Anhalt-Cup

Am Samstag trafen in der Köthener Heinz-Fricke-Halle drei Oberligateams (HG 85 Köthen, HV Grün-Weiß Werder, NHV Concordia Delitzsch) und die Männer des TuS Radis aus der Sachsen-Anhalt-Liga aufeinander. Im Modus, bei dem jeder gegen jeden spielt, ging es in jeweils 2-mal 20 Minuten um den Köthener Anhalt-Cup.
Bei Concordia fehlten mit Niklas Prautzsch, Michal Paululik, Marian Voigt und Jan Derk Janßen vier Spieler aus unterschiedlichen Gründen. Im ersten Spiel standen sich Köthen und Werder gegenüber, die Brandenburger besiegten den Gastgeber mit 23:19.
Danach wurde es für den NHV ernst. Die neu zusammengestellte Delitzscher Sieben traf auf den TuS Radis. Lautstark angefeuert vom Fanclub Loberhaie ging das dezimierte Team ins Spiel. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurde Tempo gemacht, allerdings gab es viele technische Fehler im Angriff. Später wurden die Aktionen durchdachter, und von einem umsichtigen Sowada dirigiert, klappte es deutlich besser. Am Ende stand ein ungefährdeter 22:12-Erfolg zu Buche.
Nach kurzer Pause mussten die Concorden gleich wieder auf die Platte. Gegner war diesmal die starke Vertretung von Grün-Weiß Werder. Doch die Loberstädter konnten phasenweise mit tollem Handball glänzen. Die Abwehr um Torhüter Felix Herholc stand wie eine Mauer und im Angriff gab es viele schöne Aktionen. Der 18:16-Sieg war hochverdient.
Während die Delitzscher eine längere Pause hatten, gab es zwei weitere Begegnungen. Köthen bezwang Radis 27:14 und Werder gewann 20:19 gegen Radis.
Vor dem letzten Spiel gegen Köthen war die Spannung greifbar, bereits ein Remis würde dem NHV zum Turniersieg reichen. Jetzt standen sich der Zweite und der Dritte der letztjährigen Oberligasaison gegenüber. Es begann ausgeglichen, keiner konnte sich absetzen. Man merkte beiden Teams den Kräfteverschleiß an, Ungenauigkeiten häuften sich. Doch es wurde immer deutlicher, dass Delitzsch in der Abwehr die besseren Antworten hatte. Frank Grohmann machte zudem im Angriff mächtig Dampf, mit acht Toren bereitete er den Weg für den 16:14-Sieg.
Ungeschlagen gewannen die Delitzscher damit den Anhalt-Cup und nicht nur das: Herholc wurde als bester Torhüter geehrt, Grohmann konnte sich mit 20 Treffern die Torjägerkrone aufsetzen.
Co-Trainer Jan Jungandreas zeigte sich zufrieden. Besonders angetan war er von der beweglichen und konsequenten Deckung. Defizite erkannte er noch im Timing, die dadurch auftretenden technischen Fehler müssen in den nächsten Trainingswochen minimiert werden.
Unterdessen ist Herholc auch neuer Kapitän und damit Nachfolger des zurückgetretenen Jungandreas. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde der Spielführer diesmal von seinen Teamkollegen gewählt. Zum Mannschaftsrat gehören außerdem Daniel Sowada, Lucas Mittag und Martin Müller.
Derweil ist momentan die körperliche Belastung in der Vorbereitung ziemlich hoch. „Es wissen alle, dass es gerade sehr intensiv ist. Aber das ist normal. Die Jungs müssen darauf achten, sich ordentlich auszulaufen und zu regenerieren“, sagt Jungandreas. Im Trainingslager am vergangenen Wochenende konnten sich die Spieler zudem auf die Liege des Physiotherapeuten zurückziehen und sich ordentlich durchwalken lassen. Unterdessen müssen sich die NHV-Verantwortlichen mit einer überraschenden Personalie beschäftigen. Spielmacher Sascha Meiner kann schon mit Beginn des neues Schuljahres seinen Job als Lehrer beginnen und pausiert deswegen mindestens bis Weihachten. Der zweite Mittelmann Jan Derk Janßen ist nach einem Kreuzbandriss noch verletzt. Ob er rechtzeitig zum Saisonstart Anfang September fit wird, steht in den Sternen.
Hartmut Sommerfeldt / Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 13.August 2018

NHV-Statistik aller drei Spiele:
Herholc (23 Paraden); Günther (5 Tore), Mittag (9), Grohmann (20), Wendlandt (8), Sowada (5), Karl, Teresniak, Nešovanović (3), Müller (2 ).

Turnier-Endergebnis: 
  1. NHV Concordia Delitzsch 6:0 Punkte/56:42 Tore 
  2. HV Grün-Weiß Werder 4:2/59:56 
  3. HG 85 Köthen 2:4/ 60:53 
  4. TuS Radis 0:6/45:69