Sonntag, 12. Februar 2012

SG DHfK/NHV - HSV Glauchau 26:28 (15:15)

Sachsenliga Männer: Aufgeben? Nein danke!

Die beste Defensive der Liga konnte der besten Offensive der Liga nicht ganz widerstehen: Die SG DHfK/NHV Delitzsch hat das Topspiel der Sachsenliga gegen den HSV Glauchau am Sonntagabend nach großem Kampf mit 26:28 (15:15) verloren. Um die 350 Zuschauer, darunter ein Häufchen überaus lautstarker Gästefans, sorgten für eine wunderbare Kulisse.

Die Partie hatte einfach alles. Traumhafte Spielzüge, knisternde Emotionen, unbändigen Einsatzwillen. Mehr geht nicht, naja vielleicht noch eine Sache: "Ich denke beide Seiten haben ein tolles Spiel gezeigt, wenn die Schiedsrichter auch noch so gut gewesen wären, wäre es perfekt gewesen", sagte SG-Coach Michael Schneider nach dem Abpfiff. Jaja, die Entscheidungen des unparteiischen Gespanns sorgten mal wieder hüben wie drüben für Zündstoff, entscheidend dürfte jedoch ein objektiv messbarer Faktor gewesen sein: Der wesentlich ausgeglichenere, breitere Glauchauer Kader. "Dagegen fehlen uns die Alternativen. Die Jungs spielen absolut am Limit. Das geht eben nicht 60 Minuten lang", erklärte Schneider.

So lief das Duell der Giganten von der ersten Sekunde an auf einen Abnutzungskampf hinaus. Delitzsch deckte gegen den gewaltigen HSV- Rückraum gezwungenermaßen sehr offensiv, was die Gäste zunächst vor einige Probleme stellte. Vorne trieb der überragende Matze Strehle seine Mannschaft unaufhörlich an, überzeugte als Passgeber und Vollstrecker, traf allein im ersten Durchgang acht mal. Neben Strehle begannen mit Matthias Juknat und Ivo Doberenz zwei etatmäßige Spielmacher im Rückraum, was die Hausherren die feinere Klinge schlagen ließ.

Aber Glauchau, mit vier tschechischen Legionären bis an die Zähne bewaffnet, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht vom anfangs stark haltenden Max Neuhäuser. Im Stile einer Klasse-Mannschaft bissen sie sich förmlich am Spiel fest und waren spätestens Mitte der ersten Halbzeit in Delitzsch angekommen. Nun wogte nicht nur die Führung hin und her, auch die beiden Übungsleiter erreichten Betriebstemperatur. Die Herren Schneider (Michael, SG) und Schneider (Thomas, HSV) eröffneten einen Neben- kriegschauplatz, lieferten sich einen gestenreichen Austausch verbaler Nettigkeiten. Zankapfel: natürlich einige sinnfreie Schiedsrichterentscheidungen.

Kraftraubenderweise kam hinzu, dass die Referees mit immer neuen Zwei-Minuten-Strafen die Gemüter zu beruhigen suchten. Die Konstellation Sieben gegen Sieben gab es ungefähr so oft wie einen Eisbecher in der Hölle. Auch hier spielten den Glauchauern die Untiefen ihrer Bank in die Karten. "Deswegen habe ich auch nie vom Aufstieg gesprochen. Wenn wir uns oben etablieren wollen, müssen wir personell nachlegen", forderte Schneider, den Blick bereits auf die neue Saison gerichtet. Denn direkt nach dem Seitenwechsel schienen die Delitzscher platt wie ein Trecker-Reifen, leisteten sich viele einfache und überhastete Ballverluste. Außerdem stellten sich die Gäste immer besser auf die SG-Offensive ein, wo im Abschluss fast alles über Strehle, Jacob Schlichter und Jan Jungandreas ging. Letzterer trumpfte nach zweimonatiger Verletzungspause in Halbzeit zwei auf, als wäre er nie weggewesen. Doch es reichte nicht.

Fünf Minuten vor dem Ende führte Glauchau mit 28:23, war die Partie praktisch gegessen. Und auch wenn die Delitzscher auf dem Zahnfleisch krochen, aufgeben kam ihnen nicht in den Sinn und sie taten zumindest noch etwas für das Ergebnis. "Ich kann den Jungs nur ein riesiges Kompliment machen", lobte Micha Schneider hinterher. "Wir wollten heute gewinnen, aber es hat nicht sollen sein. Was die Mannschaft Woche für Woche leistet, ist absolut top. Das sollte endlich mal jemand honorieren." Tun wir doch, Herr Schneider. Nebenbei bemerkt steht in zwei Wochen das nächste Spitzenspiel für seine Mannschaft beim Ligazweiten ZHC Grubenlampe an. Bis dahin dürften die Jungs sich körperlich und geistig von der Schlacht gegen Glauchau erholt haben.

Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 14.Februar 2012

Sonntag, 29. Januar 2012

HSV Pulsnitz - SG DHfK/NHV 20:25 (11:14)

Erstmals Winterwetter in Delitzsch und die Loberhaie tasten sich bei gruseligen Straßenbedingungen nach Pulsnitz. Dort angekommen und im Dunkeln die Halle gefunden, ging es schnell ans Plätze einnehmen.Dem Team war anzusehen, die Freude über unsere Anwesenheit war groß.Auch Dank der Gastgeber entwickelte sich von Anfang an eine gute Stimmung in der Halle, die zuerst die Pulsnitzer für sich nutzen konnten. Sie gingen in Führung und behaupteten diese auch ca. 10 Min. Danach wurde das Spiel ausgeglichener und vor allem die SG-Abwehr zeigte eine gute Leistung. Im Angriff ging es recht schleppend, zu viele Chancen wurden leichtfertig Opfer von technischen Fehlern. Trotzdem reichte es für eine knappe Halbzeitführung.Nach dem Wideranpfiff erwarteten die Delitzscher Fans endlich klare Fronten, aber so kam es nicht. Die Gäste führten zwar ständig, konnten sich aber vor allem wegen vieler technischer Fehler im Angriff nicht absetzen. So konnte der Tabellenletze auch mit freundlicher Unterstützung des Schiedsrichterteams die Partie lange offenhalten. In den letzten Minuten zeigte sich aber, das die SG den längeren Atem hat und über eine sichere Abwehr trotz vieler Fehler im Angriff in der Lage war, die nötigen Tore zu machen. Letzten Endes war es ein verdienter Sieg, der insbesondere der guten Abwehr (und Max Neuhäuser im Tor)sowie einer tollen Leistung von Robert Fuhrmann auf rechts außen zu verdanken war.Auch wenn nicht alles klappt, die Jungs kämpfen und siegen (meist) - das macht Spaß!




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Sonntag, 22. Januar 2012

SG DHfK/NHV - EHV Aue II 27:25 (13:15)

SG-Handballer zittern sich zum Sieg


Handball- Sachsenligist SG DHfK/NHV Delitzsch ist gestern Abend knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Gegen den Tabellen-Vorletzten EHV Aue II zitterten sich die Hausherren in der Artur- Becker-Halle zu einem 27:25 (13:15)-Erfolg. In den Schlussminuten avancierte Torwart Stephan Sarközi mit mehreren Paraden zum Helden des Tages. "Er hält einfach, was wichtig ist", kommentierte SG-Trainer Michael Schneider die Leistung seines Keepers trocken.


Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 24.Januar 2012

Hinweis der Fanpage: Der komplette Artikel ist in der Printausgabe der LVZ zu finden. Teile des Berichtes konnten und wollten wir aus bestimmten Gründen hier nicht veröffentlichen.

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Samstag, 14. Januar 2012

HSV Dresden - SG DHfK/NHV 29:26 (16:13)

29:26 war auf der Anzeigetafel nach Ertönen der Schlusssirene zu lesen. Die Loberhaie und die Mannschaft waren sich einig, diese Niederlage war nicht einer besonders starken Leistung der Dresdner zuzuschreiben sondern dem an diesem Tag zu fehlerhaften und ausrechenbaren Spiel der SG.Dabei begann das Spiel ganz ordentlich, unsere Jungs lagen bis über die Mitte der 1.HZ immer in Front, Max Neuhäuser im Tor hielt stark und der Gastgeber war noch nicht richtig im Spiel. Dann begann eine Phase, die das weitere Spiel bestimmen sollte. Die Fehler auf Gästeseite besonders im Angriff häuften sich, die Abwehr wurde löchriger und viele Aktionen wurden überhastet abgeschlossen. Folgerichtig konnte Dresden mit einer Dreitoreführung in die Halbzeitpause gehen. Nach dem Wideranpfiff, Marcell Reinert stand jetzt im Tor, konnte Dresden die Führung auf vier Tore ausbauen. Unser Team gab aber nicht auf und kämpfte sich unter lautstarker Anfeuerung unseres Fanclubs wieder heran und ging sogar mit zwei Toren in Führung. Wir hofften jetzt natürlich, dass mehr Ruhe ins SG-Spiel einziehen würde, aber da sahen wir uns getäuscht. Dreimal hatten unsere Jungs die Möglichkeit, mit drei Toren Vorsprung eine eventuelle Vorentscheidung zu treffen. Aber diese Chancen wurden leichtfertig vergeben und das führte dazu, dass Dresden die zweite Luft bekam. Viele leichte Tore der Gastgeber ließen unsere Mannschaft wieder ins Hintertreffen geraten und in den letzten Minuten ging nichts mehr, es gelangen einfach keine Tore mehr und so konnten die Dresdner den Sieg nach Hause schaukeln.Damit war die dritte Saisonniederlage besiegelt und unser Fanclub verabschiedete sich doch etwas enttäuscht aus der Landeshauptstadt.Wir hoffen jetzt, dass die verletzten und angeschlagenen Spieler bald wieder voll ins Geschehen eingreifen können, die dünne Personaldecke war sicher ein Grund für die Niederlage (aber nicht der Einzigste). Gegen Aue II am 22.01. kann dann nur ein Sieg zur Debatte stehen, am Fanclub wird es dabei nicht liegen!




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Sonntag, 8. Januar 2012

SG DHfK/NHV - Koweg Görlitz 27:27 (15:12)

Gastgebern klebt der Ball und das Pech an den Händen

Dramatik am Sonntagabend in den Schlusssekunden der Handballbegegnung zwischen der SG DHfK Leipzig/NHV Concordia Delitzsch und dem SV Koweg Görlitz in der Artur- Becker-Halle. Der Delitzscher Torwart Stephan Sarközi pariert glänzend einen halbhoch geworfenen Ball der Gäste. Zuvor hatte Andreas Weikert überhastet abgezogen, den Kasten aber verfehlt und so die Gäste in Ballbesitz gebracht. Beim folgenden Abspiel landet dann das klebrige Leder jedoch nicht beim eigenen Mitspieler, sondern beim Blau-Gelben Danilo Krause. Der 35-Jährige lässt sich die Chance nicht entgegen und gleicht für sein Team zum 27:27 aus. Statt der Revanche für die Hinspielniederlage wurde es nur ein Remis für die Nordsachsen. "Der Ball ist einfach an der Hand kleben geblieben", beschreibt Kai Emanuel, NHV-Vorstandsvorsitzender, im Nachhinein die Szene. "Das kann passieren, ist einfach nur Pech." Etwas enttäuscht sitzt Trainer Michael Schneider abseits der eigenen Bank, trauert dem verlorenen Punkt hinterher. "Uns hat diesmal in der Schlussphase die Cleverness gefehlt. Hinzu kommen Unkonzentriertheiten, auch wurde nicht bis zum Ende diszipliniert so gespielt, wie wir es abgestimmt hatten." Mit der kämpferischen Leistung seiner Jungs ist er dennoch zufrieden, mit einigen anderen Dingen nicht vollends.Gut 300 Besucher lassen sich den Auftritt des Tabellenvierten nicht entgehen. Und was sie sehen, hat schon etwas von dem Handball, den man sich wünscht. Mit sehr hohem Tempo geht die Schneider-Truppe in die Partie. In der Abwehr agiert sie gewohnt aggressiv, aber nicht unfair. Zu Beginn landet nahezu jeder Angriff im Tor, da gelingen auch Rückhandablagen von Doberenz zu Schlichter und enden als sehenswerter Treffer. Allerdings muss Schneider wieder improvisieren, drei Stammspieler fehlen. Die Koweg-Abwehr ist gute 28 Minuten überfordert, findet sich dann aber doch und stört die Gastgeber- Angriffe empfindlich. In dieser Phase zeigen auch die Torhüter auf beiden Seiten Biss. Noch ein bisschen besser als sein Gegenüber ist Max Neuhäuser. Er pariert nicht nur zwei Strafwürfe, auch so ist er auf dem Posten. Fünfzehnmal scheitern die Angreifer an seinen Reflexen, ehe er Mitte der zweiten Halbzeit gegen Sarközi für ihn kommt. Er steht ihm in nichts nach. Doch da zeigt die Tafel bereits 17:17 und die Drei-Tore- Führung ist passé. Die Hausherren bringen sich mehrfach selbst um den Erfolg. Mehrere Stürmerfouls sind die Folge von zu hektischen Angriffsaktionen unter dem Druck des Zeitspiels. Unnötige Zeitstrafen (zweimal Schlichter) dezimieren die Gastgeber zusätzlich. Völlig unnötig ist zudem die Rote Karte für Andreas Weikert wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Am Ende kommt es so, wie es kommen muss. Fünf Minuten vor Schluss spitzt sich die Lage zu. Das 26:25 wird vom Ausgleich abgelöst. Dann trifft Weikert zum 27:26. Nur noch 50 Sekunden. Doch diese Zeit reicht den Görlitzern, um einen Punkt zu gewinnen.

Ditmar Wohlgemuth, Leipziger Volkszeitung vom 10.Januar 2012
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