Dienstag, 11. Juni 2019

NHV Concordia Delitzsch holt Niklas Zierau

Der NHV Concordia Delitzsch hat erneut auf dem Spielermarkt zugeschlagen. Der Handball-Oberligist hat Niklas Zierau verpflichtet. Der 18-Jährige lief zuletzt für BSV Magdeburg in der A- Jugend-Bundesliga auf. Das Team belegte dort in der jetzt abgeschlossenen Saison den achten Platz.
Der 1,85 Meter große Mittelmann (Motto: „Schwere Gegner kochen auch nur mit Wasser“) hat vor einem Jahr sein Abitur gemacht, dann für den Verein gearbeitet und nimmt im Herbst sein Chemie-Studium in Leipzig auf. Er wird auch in die Messestadt ziehen. Nach Delitzsch wechselt er, „weil es sich um einen ambitionierten Verein handelt“, sagt er. Sein Ziel sei, sich bei den Nordsachsen weiterzuentwickeln. Seinen Schwerpunkt wird Zierau auf das Studium legen. Er hat früher an zahlreichen Chemie-Wettbewerben teilgenommen. So schaffte er es 2018 am Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg in die dritte Runde des Auswahlverfahrens für die internationale Chemie-Olympiade.
 
Vierter Neuzugang
 
Der gebürtige Magdeburger ist damit der vierte Zugang vor der Ende August beginnenden Saison. Zuvor hatten die Concorden Steve Baumgärtel (SG Leipzig), Benedikt Schmidt (HC Burgenland) und mit Maximilian Amtsberg den Torjäger der Thüringen-Liga vom SV Ziegelheim geholt. Weitere Neuzugänge sind nicht ausgeschlossen. Schließlich muss Delitzsch mehrere Abgänge ersetzen. Rückraumschütze Danny Trodler, Linkshänder Lucas Mittag und Sascha Meiner, der in der vorigen Saison berufsbedingt nur in wenigen Partien aushelfen konnte, haben ihre Karriere beendet. Bereits im Laufe der vergangenen Spielzeit hatten sich die Neuzugänge Nemanja Nesovanovic, Michal Paululik und Mateusz Wolski verabschiedet. Sie konnten allesamt nicht überzeugen. Dafür war mit Moritz Brodowski ein junger Kreisläufer aus Dessau geholt worden. Schon seit einem Jahr an Bord, aber dennoch ein gefühlter Neuzugang ist Jan Derk Janßen. Der gebürtige Ostfriese hatte sich nach einem gerade auskurierten Kreuzbandriss im vorigen August exakt die gleiche Verletzung erneut zugezogen. Der 24-Jährige, der als Linksaußen und auf der Mittelposition eingesetzt werden kann, soll behutsam aufgebaut, so in der kommenden Saison an das Team herangeführt werden und endlich sein Debüt im Delitzscher Trikot feiern.
 
Saisonauftakt am 31. August
 
Der Auftakt der Spielzeit 2019/20 erfolgt am 31. August. Der NHV tritt in der ersten Partie bei der HG 85 Köthen an. Der Club aus dem Nachbarlandkreis belegte in der vergangenen Saison den fünften Platz und schlug damals in eigener Halle die Concorden (Platz acht am Ende) mit 25:23. Die wiederum fegten im Rückspiel das Team aus Sachsen-Anhalt mit 31:24 aus der Halle. Danach folgt am 14. September ein Heimspiel gegen den HC Ascherleben, bevor es zu Einheit Plauen geht. Das Oberliga-Gesicht hat sich naturgemäß verändert. Meister Elbflorenz Dresden II ist der Aufstieg in die dritte Liga gelungen. Der EHV Aue II und der HSV Bad Blankenburg sind in die Oberliga aufgestiegen. Diese musste nach unten letztlich nur Schlusslicht ZHC Grubenlampe Zwickau verlassen. Einheit Plauen (Tabellenvorletzter) und der Drittletzte, der SV Oebisfelde, beide eigentlich auf Abstiegsplätzen gelandet, bleiben in der Liga.
Ulrich Milde, Leipziger Volkszeitung vom 11.Juni 2019

Dienstag, 14. Mai 2019

NHV verpflichtet Rückraum-Riesen

Der NHV Concordia Delitzsch hat auf dem Spielermarkt wieder zugeschlagen: Die dritte Neuverpflichtung für die kommende Saison ist perfekt. Nach Steve Baumgärtel (35, Leipzig) und Benedikt Schmidt (28, HC Burgenland) hat der Handball-Oberligist sich mit Maximilian Amtsberg geeinigt. "Ich habe einen Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet", bestätigte der 19-Jährige gegenüber der LVZ. "Da will ich alles geben", kündigte der gebürtige Altenburger an. Amtsberg spielt noch beim LSV Ziegelheim in der Thüringenliga und holte sich mit deutlichen Vorsprung die Torjägerkrone mit 244 Treffern. Das entspricht einem Schnitt von 10,17 Treffern je Partie. Am 23.Spieltag war Amtsberg bei der 39:41-Niederlage in Ronneburg allein 17 Mal erfolgreich.
"Er ist unser Wunschkandidat", freute sich der scheidende Concordia-Coach Wladimir Maltsev (48), der in der nächsten Saison sportlicher Leiter der Nordsachsen wird. "Wir haben ihn genau unter die Lupe genommen, er war auch zum Probetraining bei uns." Er passe "exakt in unsere Linie, eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern hinzubekommen", sagte Maltsev. Das Talent spielt im linken Rückraum. Er ist damit Nachfolger von Danny Trodler. Bekanntlich war es dem NHV vor der jetzt beendeten Spielzeit nicht gelungen, einen Ersatz für Trodler zu finden, der als Spielertrainer zum Bezirksligisten HV Glesien gewechselt war. Nach fünf Spielen und 1:9 Punkten holten die Concorden den 32-Jährigen zurück. Das war wesentlich für den Klassenerhalt und den letztlich erreichten achten Tabellenplatz mit 25:27 Punkten. Trodler war mit 85 Treffern zweitbester Delitzscher Torschütze.
Amtsberg erlernte den Handballsport in Ziegelheim. Zwischenzeitlich hatte er ein Doppelspielrecht für Altenburg. Bereits mit 17 Jahren wurde er in der Thüringenliga eingesetzt und wagt jetzt den Schritt in die nächsthöhere Klasse. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", fragt der Industriemechaniker, der nach Delitzsch umziehen wird, eher rhetorisch. Er hoffe, von erfahrenen Spielern wie Baumgärtel "viel lernen zu können" und wolle der Mannschaft und dem neuen Trainergespann Jan Jungandreas (31) und Maik Kroke (38) "zeigen, dass ich es schaffe, mich in der Oberliga etablieren zu können".
Amtsberg kommt auf das Gardemaß von 1,99 Metern. Damit ist er genauso groß wie der Weltmeister von 2007, Lars Kaufmann (37), der auch im linken Rückraum spielte, Torschütze vom Dienst war und in Delitzsch vom damaligen Trainer Uwe Jungandreas (57) zum Nationalspieler geformt wurde. Jener Jungandreas startete seine Handball-Laufbahn übrigens als Spieler in Ziegelheim. Genau wie Kaufmann gibt Amtsberg als Hobby das Angeln an. "Das ist gut, um abzuschalten." Sportliches Vorbild ist für den Neu-Delitzscher allerdings nicht Kaufmann, sondern Mikkel Hansen (31). Der dänische Nationalspieler (linker Rückraum) ist in Paris aktiv und Welthandballer der Jahre 2011, 2015 und 2018.
Ulrich Milde,m Leipziger Volkszeitung vom 13.Mai 2019

Freitag, 10. Mai 2019

NHV holt Rechtsaußen Schmidt vom HC Burgenland

Beim NHV Concordia Delitzsch laufen die Personalplanungen für die Saison 2019/20 weiter auf Hochtouren. Der Club hat Benedikt Schmidt vom Ligakonkurrenten HC Burgenland geholt. „Er ist ein erfahrener Rechtsaußen“, freut sich Jan Jungandreas (31), der gemeinsam mit Maik Kroke (38) Cheftrainer wird, über die Neuverpflichtung. Auf dieser Position hatte es in der abgelaufenen Spielzeit „ein bisschen Probleme gegeben“, räumt Jungandreas ein. Der Tscheche Michal Paululik (25) fiel wegen Kniebeschwerden, die letztlich in eine Operation mündeten, längere Zeit aus, sein Vertrag wurde zu Jahresbeginn aufgelöst. Als Ersatz sprang Lucas Mittag (24) in die Bresche. „Er hat das gut gemacht, obwohl er im rechten Rückraum zu Hause ist“, lobte Jungandreas. Mittag setzt in der nächsten Saison aber aus.
Der 28-jährige Schmidt ist derweil ein schneller Spieler, und strahlt Torgefahr aus. In der Saison 2017/18 erzielte er für Burgenland 98 Treffer und landete in der Liga-Torschützenliste damit auf Rang 28. „Er steht auch in der Abwehr seinen Mann“, berichtete Jungandreas. In der vergangenen Spielzeit fuhr der gebürtige Hildesheimer sein Engagement herunter, um das Informatikstudium in Halle intensiv fortzusetzen. In mehreren Begegnungen im November und Dezember, als in Burgenland das Personal knapp wurde, sprang er aber als Aushilfe ein. Als ersten neuen Spieler hatte der NHV kürzlich Rückkehrer Steve Baumgärtel aus Leipzig präsentiert.
Schmidt, der 2007 von Niedersachsen aus an das Sportinternat in Halle wechselte und später auch für Wolfen und Spergau aktiv war, hat sich für Delitzsch entschieden, „weil ich auf der Rechtsaußen-Position die Nummer eins werden soll. Das ist natürlich reizvoll“. Das sei bei seinen früheren Stationen nicht immer der Fall gewesen. Der Linkshänder bleibt in Halle wohnen. „Die Entfernung nach Delitzsch ist ja nicht die Welt.“ In der neuen Saison sollte es den Concorden gelingen, in der oberen Tabellenhälfte mitzumischen, hofft Schmidt. „Das wäre ein Ausrufezeichen.“ Schließlich dürfe nicht vergessen werden, dass es in der Oberliga „seit Jahren sehr eng zugeht.“
Ulrich Milde, Leipziger Volkszeitung vom 10.Mai 2019

Samstag, 4. Mai 2019

SV Oebisfelde - NHV 25:26 (14:14)

NHV verabschiedet sich mit Auswärtssieg aus der Saison

Es war ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsen verlaufenen Saison. Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch siegte beim SV Oebisfelde in einem spannenden Spiel mit 26:25 (14:14). „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, freute sich Vereinschef Axel Schüler über den Auswärtserfolg in einer Partie, in der es für beide Vereine um nicht mehr ging. Es stand schon vorher fest, dass die Nordsachsen auf dem achten Tabellenplatz bleiben, nunmehr mit 25:27 Punkten. Die Gastgeber hatten keine Chance, sich zu verbessern. Mit dem zwölften Rang droht ihnen nun der Abstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga. Es entwickelte sich eine flotte und ausgewogene Partie. Dem SVO war anzumerken, dass die Mannschaft sich mit einem Erfolg von den eigenen Anhängern unter den 320 Zuschauern verabschieden wollte. „Wir haben noch etwas gutzumachen“, verkündete NHV-Co-Trainer Jan Jungandreas vor dem Anpfiff. Schließlich habe sein Team im Hinspiel beim 19:25 „die schlechteste Saisonleistung abgeliefert“. Chef-Coach Waldimir Maltsev war in seinem letzten Spiel – er wechselt auf den Posten des sportlichen Direktors – ebenfalls auf Revanche aus. Er ließ die Paradeformation weitgehend durchspielen, wechselte im Angriff lediglich Niklas Prautzsch für Abwehrrecke Martin Müller ein und brachte später noch Michael Günther, um dem 32-jährigen Danny Trodler in der zweiten Hälfte Verschnaufpausen zu verschaffen. Moritz Brodowski, Tobias Karl und Chris Teresniak blieb so lediglich die Rolle als aufmerksame Beobachter auf der Auswechselbank.
Wie ausgeglichen die Begegnung verlief, zeigte sich auch im zweiten Durchgang. Zwar setzte sich Delitzsch zwischenzeitlich mit vier Toren ab, doch die Heimmannschaft verzagte nicht, holte wieder auf. Herausragend war Concordias Torwart Felix Herholc, der insgesamt 18 Bälle parierte, auf die Top-Quote von 41,9 Prozent gehaltene Würfe kam und, ganz wichtig, in der entscheidenden Phase mehrere freie Würfe von Oebisfelde entschärfte. „Das war für uns der Knackpunkt“, sagte SVO-Trainer Thomas Meinel, der nach 23 Jahren seinen Posten an seinen Vize Christian Herrmann abgibt. Das Urgestein bleibt dem Club erhalten. „Welche Funktion ich ausüben werde, ist aber noch nicht klar“, so Meinel.
Neben Herholc überzeugten bei den Gästen die scheidenden Spieler Sascha Meiner, Lucas Mittag und Danny Trodler. „Wir wollten gewinnen, das haben wir geschafft“, bilanzierte zufrieden Mittag, der in der Defensive gewohnt gut zupackte. Von einem „schönen Abschluss“ sprach Trodler, der jedoch die vielen Fehlpässe monierte. „Oebisfelde war ein unbequemer Gegner“, kommentierte Meiner, der berufsbedingt nur in vier Spielen mitwirkte. „Ich habe 8:0 Punkte erzielt, damit bin ich zufrieden“, sagte er augenzwinkernd. Und überhaupt: „Wenn ich spiele, will ich immer gewinnen.“
Lange Zeit schwebten die Nordsachsen, die Konstanz vermissen ließen, in dieser Spielzeit in Abstiegsgefahr, da es in der unteren Hälfte der Oberliga sehr eng zuging. Am drittletzten Spieltag wurde der Klassenerhalt perfekt gemacht. „Nach Startschwierigkeiten haben wir eine gute Rückrunde mit 15:11 Punkten gespielt“, meinte Schüler. „Da haben wir gezeigt, dass wir in Delitzsch Handball spielen können.“ Mitentscheidend war die Rückkehr von Danny Trodler. Ohne ihn gab es 1:9 Punkte, mit ihm waren es 24:18. Neuverpflichtung Frank Grohmann erzielte 188 Treffer und gewann mit deutlichem Vorsprung die Torjägerkrone der Oberliga. Lukas Krug (Köthen) kam als Zweitplatzierter auf 164 Treffer. Zweitbester Concorde war Trodler auf Position 35 (85 Tore), zwei Plätze dahinter landete Oliver Wendlandt (ebenfalls 85 Treffer, aber mehr Spiele). Der Abwehrorganisator holte sich mit 26 Zeitstrafen und einem Schnitt von 1,083 je Begegnung in dieser Rangliste den achten Platz.
Ulrich Milde, Leipziger Volkszeitung vom 6.Mai 2019

Donnerstag, 2. Mai 2019

Alt wie ein Baumgärtel: 35-Jähriger kehrt nach Delitzsch zurück

Er hatte mit dem Gedanken gespielt, seine Handball-Karriere zu beenden. Doch Felix Herholc, Martin Müller und Oliver Wendlandt, allesamt Spieler des Oberligisten NHV Concordia Delitzsch, beknieten ihn wiederholt – und letztlich erfolgreich. So kehrt zur Saison 2019/20 ein alter Bekannter zurück an den Lober. Steve Baumgärtel hat einen Vertrag für „erst mal ein Jahr“ unterzeichnet, wie er selbst gegenüber dem Sportbuzzer berichtete. Der 35-Jährige schnürt derzeit seine Schuhe für den Drittligisten SG Leipzig II.
„Ich freue mich, nochmals mit ihm zusammenzuspielen“, sagte Müller. „Baumi“ sei zwar nicht mehr der Jüngste, „ist aber doch sehr fit“. Er passe menschlich gut rein und werde dem NHV „mit seiner Erfahrung und Qualität auch sportlich weiterhelfen“. Enrico Henoch, Trainer der SG, die als Nachwuchstruppe des Bundesligisten DHfK Leipzig fungiert, bedauerte den Abschied seines Mannschaftskapitäns. „Ich hätte ihn gerne noch behalten, wir verlieren einen Führungsspieler.“ Er habe die jungen Spieler im Kader erfolgreich an die Hand genommen und Verantwortung gezeigt. Baumgärtel habe seinen Anteil daran, dass die SG doch den Klassenerhalt geschafft habe. „Daran hatte nach der schwachen Hinrunde kaum einer geglaubt“, sagte Henoch, der auch schon mal im Delitzscher Trikot aufgelaufen war. Die SG läuft als Kooperation von DHfK und LVB. Letztere schafften in der vergangenen Saison mit Baumgärtel den Aufstieg in Liga drei.
Baumgärtel wurde in Frankfurt an der Oder geboren und spielt bevorzugt im rechten Rückraum. „Auf dieser Position bin ich groß geworden“, erzählt der 1,91 Meter große Linkshänder. Jahrelang war er in der zweiten Bundesliga aktiv, unter anderem in Dessau. In der Spielzeit 2009/10 spielte er beim SV Concordia Delitzsch in der Südstaffel der zweiten Bundesliga und belegte mit dem Team Rang fünf. „Wir hatten damals eine super Truppe“, sagte Baumgärtel. Zu den Mitspielern gehörten unter anderem Martin Müller, Thomas Oehlrich, René Boese, Martin Hummel und Ulrich Streitenberger. Trainiert wurden sie von Uwe Jungandreas. „Ich war sehr traurig, dass es damals in Delitzsch nicht weiterging“, erinnerte sich Baumgärtel. Die Spielbetriebsgesellschaft musste im Juli 2010 Insolvenz anmelden, der SV Concordia Delitzsch wurde aufgelöst, der neu gegründete NHV erhielt die Spielrechte für alle sächsischen Handballligen.
Die jetzt zu Ende gehende Saison der Delitzscher, die am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft hatten, bezeichnete der Neuzugang als ordentlich. Der berufsbedingte Ausfall von Sascha Meiner, der erst in den letzten Begegnungen wieder zur Verfügung stand, „war ein großer Qualitätsverlust“. Und wohl ein wesentlicher Grund dafür, dass die Concorden den angestrebten Platz im oberen Mittelfeld verfehlt haben. Seine Aufgabe sieht das 89 Kilo schwere Kraftpaket darin, „eine Führungsrolle zu übernehmen“. Nur mit jungen Spielern gehe es eben nicht. Dafür sei die Oberliga zu ausgeglichen. Was darauf hindeutet, dass Delitzsch noch mehrere zumeist jüngere Handballer verpflichten will. Baumgärtel hat sich in dieser Saison dazu neuen Respekt erarbeitet. Als beim Bundesligisten DHfK zu Saisonbeginn die Personalnot groß war, half er in der Eliteliga aus und kam zu seinen ersten Einsätzen überhaupt im Oberhaus. Sechs Partien bestritt er. „Das waren geile Erlebnisse.“ Bald kommen neue, viertklassige, in Delitzsch hinzu. „Ich wünsche ihm eine schöne Zeit in Delitzsch”, sagt Henoch.
Ulrich Milde, Leipziger Volkszeitung vom 2.Mai 2019