Samstag, 1. Februar 2020

HSV Apolda 1990 - NHV 26:24 (13:14)

Ratlosigkeit in Halbzeit zwei
 
Mit einer ernüchternden 24:26- Niederlage kehrten die Handballer des NHV Concordia Delitzsch am späten Samstagabend aus Apolda zurück. NHV- Offensivmann Maximilian Amtsberg bilanzierte nach der Partie: „Wir haben viel zu viele klare Chancen vergeben und uns das Spiel von Apolda aufdrücken lassen.“
Die Gastgeber, mitten im Abstiegskampf stehend, ließen von Anfang an keine Zweifel darüber aufkommen, dass sie nach den zuletzt schwachen Leistungen zu Hause punkten wollten. Um das zu erreichen, war die Abwehr des HSV sehr gut auf das Angriffsspiel der Delitzscher eingestellt und brachte den Angriff der Nordsachsen immer wieder ins Stocken. Dem fehlte es über die gesamte Spielzeit an Ideen und Sicherheit im Abschluss. Immer wieder wurde das Angriffsspiel auf die Mitte gezogen, die Außenspieler bekamen kaum einen Ball an die Hand. Trotzdem sah es in der ersten Halbzeit so aus, als ob die Concordia die Kurve kriegen würde. ach 15 Minuten lagen die Gäste mit drei Toren vorn. Und auch kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten sie eine Zwei-Tore-Führung herausgeworfen. Durch leichtfertige Ballverluste und Fehlwürfe kamen die Glockenstädter wieder ins Spiel, trotzdem ging es mit einem 14:13 für Delitzsch in die Halbzeitpause.
Die zahlreichen Concordia-Fans waren für die zweite Halbzeit trotzdem guter Dinge. Diese begann denkbar schlecht, erst in Minute 40 gelang Frank Grohmann das erste Tor in Abschnitt zwei. Auf Apoldaer Seite wurde es die Halbzeit zweier Spieler, Igor Toskoski im Tor und im rechten Rückraum Slobodan Veselinovic. Der eine, Toskoski, vernagelte sein Tor und zwang die Delitzscher immer wieder zu Fehlwürfen. Der Andere war durch die Abwehr der Gäste nie zu stellen und erzielte neun Tore. Je länger das Spiel wurde, umso ratloser schien das Team vom Lober zu werden. Irgendwie fehlten die letzten Prozente, um einem engagierten Gegner Paroli bieten zu können. Der Sieg des HSV Apolda ging auf Grund ihres unbedingten Siegeswillens in Ordnung.
Auf Delitzscher Seite muss man fragen, ob mit solchen Leistungen die bisherige Platzierung zu halten sein wird. Bis zum Heimspiel am 22. Februar gegen den EHV Aue II liegt einiges an Arbeit vor dem Trainerteam um Jan Jungandreas.
Sven Sauerbrey, Leipziger Volkszeitung vom 3.Februar 2020