Samstag, 19. März 2011

Einheit Plauen - Concordia Delitzsch 35:23 (18:9)

"Kaputte" NHV-Männer chancelos
Auf ihrer Abschiedstour durch die Sachsenliga haben die Handball-Herren des NHV Concordia Delitzsch am Sonnabend eine weitere heftige Niederlage eingesteckt. Beim Tabellenzweiten HC Einheit Plauen gingen sie mit 23:35 unter. Auch das Rückspiel der Süddeutschen Meisterschaft gegen die Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch ging verloren, trotzdem kamen die Concorden eine Runde weiter.
Es bleibt dabei: In der Liga befleckt der NHV zu Hause fast nichts und auswärts gar nichts. Zwar erwartete kaum jemand von der Nachwuchstruppe einen Punktgewinn in Plauen, doch ein solches Desaster wohl auch niemand. Erst recht nicht, nach der ebenso knappen wie unnötigen 25:26-Schlappe vor Wochenfrist gegen Kamenz. "Die Jungs waren körperlich kaputt, hatten vier Spiele in neun Tagen. Da kann so etwas schon einmal passieren", erklärte Trainer Matthias Albrecht den Einbruch.
Und so wollte in Plauen nichts klappen: Unzählige einfache Ballverluste kassierten die Gäste, verzichteten in der Abwehr beinahe gänzlich auf Aggresivität, während die Hausherren die Partie nach Belieben dominierten. Einen Lichtblick machte Albrecht dann aber doch aus. "Erik Thomas hat wieder überzeugt. Er ist zu einem echten Leistungsträger geworden", lobte der Handballlehrer seinen Kreisläufer.
Dennoch: Die Bilanz nach sieben Monaten Sachsenliga-Handball in Delitzsch liest sich überaus ernüchternd. Ein Punkt aus 19 Spielen, mit gewaltigem Abstand Schlusslicht der Tabelle. Wenigstens können sich die Concorden am Wochenende schonen, ehe am 3. und 5.April ein Doppelspieltag gegen Ligaprimus Hoyerswerda und in Dresden (4.) auf sie wartet. Angesichts des Debakels in Plauen kann einem davor schon Angst und Bange werden.
Doch wenn sich der furchtlose Sportfreund vom Lober etwas tiefer in den Statistiksumpf wagt, kann er dort durchaus etwas Positives finden. Zum Beispiel die Fairplay-Wertung. Da liegen die Delitzscher auf Rang acht - unteres Mittelfeld also. Noch besser läuft es in der Süddeutschen Meisterschaft der A-Jugend. Da darf das Gros der NHV-Männer nämlich noch mitmischen und konnte sich am Freitag eine 26:31-Niederlage gegen die Akademie erlauben, weil sie das Hinspiel 35:23 gewannen. Mit der Partie aber war Albrecht völlig unzufrieden: "Das war grottenschlecht von uns. Keiner konnte seine Leistung abrufen", zürnte der 27-Jährige. In der nächsten Runde der "Süddeutschen" müssen die Delitzscher am 9. oder 10.April in Pfullingen ran. Das Rückspiel steigt eine Woche später im Kultur- und Sportzentrum. Große Töne liegen den Nordsachsen vor dem Duell mit den Schwaben aber fern. "Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen und schauen, was geht", sagt Matthias Albrecht. Nun ja, zu beneiden ist er im Moment nicht gerade.
Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 22.März 2011

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Sonntag, 13. März 2011

Concordia Delitzsch - HVH Kamenz 25:26 (13:14)

Chancen für zehn Spiele
Es ist das passiert, was um jeden Preis verhindert werden sollte. Der Abstieg des NHV Concordia Delitzsch 2010 aus der Sachsenliga ist mit der Niederlage am vergangenen Sonntag gegen HVH Kamenz besiegelt. In den verbleibenden vier Spielen können die Concorden noch maximal acht Punkte holen. Um Platz elf der Tabelle noch zu erklimmen, reichen die aber nicht aus. Die schlechtere Tordifferenz wird den Schützlingen von Trainer Matthias Albrecht zum Verhängnis.
Dabei sahen die Jungs am Sonntag in der Artur-Becker-Halle keinesfalls wie die sicheren Verlierer aus. Selbst NHV-Vorstandsvorsitzender Kay Emanuel machte sich vor der Partie Mut: "Heute fahren wir die Punkte ein." Und fast hätte er auch Recht behalten. Denn die NHV-Truppe legte los wie die Feuerwehr, zeigte keinen Respekt und spielte vor allem in der ersten Halbzeit einen recht passablen Handball, führte sogar bis zur 21. Minute. Aber bereits in dieser Phase wurde deutlich, dass Chancen, zum Torerfolg zu kommen, ausgelassen wurden. Zwei Siebenmeter konnten nicht von Kevin Model und Markus Clauß untergebracht werden. Erst der dritte Schütze, Robin John, verwandelte sicher. John brachte zudem Schwung in den Angriff.
Immer dann, wenn der Ball schnell durch die Hände lief, auch die Außen ins Spiel kamen, hatte die Kamenzer Abwehr Probleme. Aus dem Rückraum erfolgreich war vor allem Clemens Uhlig mit seinen Sprungwürfen. Am Kreis kaum zu halten und treffsicher zwar Eric Thomas. Die Kamenzer stellten sich aber auf die Spielweise der Delitzscher ein, agierten aus einer 6:0-Deckung heraus und nutzten konsequenter die ihnen gebotenen Chancen. Auffallend bei den Gastgebern war die bei einigen Spielern fehlende Bereitschaft, nach einem missglückten Angriff wieder schnell in die Abwehr zurückzukehren. John schafft in der 28. Minute mit seinen Treffer nach einem Tempogegenstoß den 13:13-Ausgleich. Max Neuhäuser im NHV-Tor, mit bis dahin sieben gehaltenen Bällen spitze, parierte auch einen Siebenmeter von Maik Buschhaus. Gegen Thomas Wolf blieb er allerdings in der Schlussminute nur zweiter Sieger.
Nach der Pause ging es turbulent weiter. Allerdings kassieren die NHV- Youngster innerhalb von sechs Minuten fünf Treffer. Hauptgrund dafür sind noch vorhandene Schwächen im Umkehrspiel. War die Abwehr zu Beginn der Zweiten Hälfte noch sehr statisch, so verbesserte sie sich zusehends.Nicht zuletzt hatte Neuhäuser mit insgesamt zwölf Paraden einen großen Anteil daran, dass sich der Toreabstand noch einmal verkürzte. Zum 22:24 traf Uhlig, als er höher als die HVH-Abwehr sprang und abzog. Dann folgten überhastete NHV-Angriffe mit Schnellwürfen. Ekatante Fangschwächen, ungenaue Pässe und Torwürfe, die der Kamenzer Henry Schacht problemlos entschärfte, brachten das HVH-Team wieder in Vorhand. Am Einsatzwillen mangelte es den Delitzschern wahrlich nicht. Auch ein Aufbäumen in den Schlussminuten und der wundersame Treffer von außen durch Robert Fuhrmann halfen nicht, das Spiel noch zu kippen. Stattdessen kamen die Kamenzer in Ballbesitz. Beim 25:26 wurde abgepfiffen. Die Gäste bedankten sich bei den Delitzschern und trösteten sie. Die Enttäuschung beim Trainer und bei den Spielern war gleichermaßen groß. Albrecht: "Wir hatten Chanden für zehn Spiele.”
Ditmar Wohlgemuth, Leipziger Volkszeitung vom 15.März 2011

31 Bilder vom Spiel gegen Kamenz

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Sonntag, 6. März 2011

Koweg Görlitz - Concordia Delitzsch 35:27 (16:14)

Einen Spielbericht findet Ihr auf der Homepage des SV Koweg Görlitz (http://seitenhiebe.com/presse/2011_03_06/2011_03_06.html).

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Montag, 28. Februar 2011

Concordia Delitzsch - EHV Aue II 27:27 (10:12)

18 Sekunden fehlen zum Sieg
Gestern Abend um exakt 17.24 Uhr geschah historisches in der Artur- Becker-Halle. Die Männer des NHV Concordia Delitzsch holten den ersten Punkt in der jungen Geschichte des Vereins. Das 27:27 (10:12) gegen die Reserve des EHV Aue fühlte sich trotzdem eher wie eine Niederlage an. Denn die Hausherren hatten die Partie fest im Griff, führten zwei Minuten vor dem Abpfiff mit drei Toren Vorsprung, versäumten es aber den Deckel drauf zu machen und kassierten 18 Sekunden vor Ultimo den völlig unnötigen Ausgleich. Matthias Albrecht war dennoch zufrieden: "Die Freude überwiegt den Ärger", sagte der NHV-Trainer. "Es wäre zwar mehr drin gewesen, aber am Ende hat uns die Cleverness gefehlt." In der Tat konnte man seiner Mannschaft nicht viele Vorwürfe machen, außer dass die jungen Kerle in der kochend heißen Schlussphase den Kopf verloren. Sie vergaben mehrere Großchancen, schenkten den Ball zu schnell her. "Wir haben in den letzten zehn Minuten bestimmt vier Hundertprozentige nicht genutzt", so Albrecht. Damit brachten sich die in dieser Saison so leidgeprüften Loberstädter um den vollen Lohn, ihrer starken Leistung. Doch immerhin endete gestern ihre 15 Spiele währende Niederlagen-Serie. "So kann es weitergehen", blickte denn auch NHV- Vorsitzender Kai Emanuel voller Zuversicht nach vorn. Er hat allen Grund positiv zu denken. Delitzsch kam endlich einmal ohne längere Schwächephase durch ein Spiel, ließ sich selbst von reihenweise überaus fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen nicht beirren. Clemens Uhlig ragte aus einer sehr homogenen Mannschaft heraus, erzielte sieben Treffer. "Heute funktionierte unser Posi- tionsangriff schon wesentlich besser", lobte Albrecht. Und auch die etwa 100 Zuschauer brachten ihre Freude über die neu gewonnene Offensivkraft lautstark zum Ausdruck. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte rissen die NHV-Jünglinge mit Wiederanpfiff die Fans von den Sitzbänken, zogen nach einem 10:12-Rückstand auf 16:13 davon. Fast die gesamte zweite Halbzeit dominierten die Concorden, auch dank konzentrierter Abwehrarbeit und zweier gut aufgelegter Torhüter. Als die Gäste kurz vor dem Ende auf eine offensive Deckung umstellten, boten sich den Delitzschern Räume und die angesprochenen Großchancen. Vielleicht aber haben sie aus diesem Remis gelernt und beim nächsten Mal die nötige "Cleverness".
Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 28.Februar 2011
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Montag, 31. Januar 2011

HSG Neudorf/Döbeln - Concordia Delitzsch 25:19 (11:11)

"Wir beschäftigen uns bereits mit der neuen Saison"
Sie haben die Rechenschieber aus der Hand gelegt und sich mit der Realität abgefunden. Nach der 19:25-Niederlage am Sonntag bei der HSG Neudorf/Döbeln glauben auch die Macher von Handball-Sachsenligist NHV Concordia Delitzsch nicht mehr an den Klassenerhalt. "Wir beschäftigen uns bereits mit der neuen Saison", hieß es gestern aus dem Vorstand zum Thema Abstieg. Bedeutet übersetzt: Zwar ist der Klassenerhalt rechnerisch noch zu packen, praktisch heißt die Zukunft für die Loberstädter aber Verbandsliga.
Die personellen Weichen dafür sollen am Freitag ab 18.30 Uhr auf der Mitgliederversammlung, inklusive Vorstandswahl, gestellt werden. Außerdem will sich die NHV-Führungsetage noch in dieser Woche mit Trainer Matthias Albrecht zusammensetzen und die bisherige Saison genau analysieren. Zu der gehört auch, dass die drei im Januar verpflichteten Polen Woichiech Bablewski, Tomasz Malmon und Arkadiusz Hildebrandt wohl schon ihre Schuldigkeit getan haben. Auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung für den Abgang der drei Oldies gibt, so deutet doch einiges darauf hin. Zum Einen brachte das Trio nicht die erhoffte Wende kontra Abstieg, zum Anderen standen sie bereits am Sonntag nicht mehr im Kader der Delitzscher. Die Partie bei der HSG Neudorf/Döbeln bestritt also wieder eine Nachwuchstruppe, fast ausschließlich mit 17- und 18-jährigen besetzt.
Und trotz der erneuten Niederlage war Coach Albrecht recht zufrieden: "Vor allen Dingen auf die erste Halbzeit können wir aufbauen. Es wird allmählich besser." Denn, man höre und staune, der NHV lag in Döbeln 20 Minuten lang in Front - eine echte Rarität bisher in der Saison. Bis zur Pause konnten die Hausherren aber ausgleichen. Anfang der zweiten Hälfte übernahm die HSG das Zepter, brachte insbesondere mehr Härte ins Spiel. "Damit sind wir nicht zurechtgekommen und haben im Angriff viel zu ängstlich agiert", sagte Albrecht, "da hat uns der Druck gefehlt". Trotzdem hielt sein Team die Begegnung lange offen, ließ aber zu viele Möglichkeiten aus, um mit mehr als einer, am Ende recht deutlichen, Niederlage nach Hause zu fahren.
Trotzem attestierte Jung-Trainer Albrecht den Seinen eine geschlossene Mannschaftsleistung und hat nun etwas Zeit weiter mit ihnen an Details zu feilen. Denn erst in vier Wochen, am 27.Februar gegen Aue, betreten die NHV-Männer wohl wieder das Parkett. Die für den 13.Februar angesetzte Partie gegen Grubenlampe wird aller Wahrscheinlichkeit nach aufs Saisonende verlegt.
Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 1.Februar 2011

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