Sonntag, 27. September 2009

Im DHB-Pokal gegen Bietigheim

Concordia wird in der dritten Pokalrunde im heimischen Kultur- und Sportzentrum auf die SG BBM Bietigheim treffen. Das ergab die Auslosung am heutigen Sonntag.
Zwar hätte ein Erstligist sicher mehr Zuschauer in die Halle gelockt, doch kann man letztlich sehr froh über dieses Los sein. Immerhin drohte den Delitzscher erneut eine weite Auswärtsfahrt. Weiterhin ist der Einzug in die vierte Runde durchaus realistisch. Im vergangenen Jahr traf Concordia im Pokal ebenfalls auf Bietigheim, konnte sich damals auswärts knapp mit 36:34 durchsetzen.

Samstag, 26. September 2009

HG Saarlouis - Concordia 33:30 (20:18)

Concordia verliert sein erstes Saisonspiel bei der HG Saarlouis mit 30:33. Viel zu löchrig zeigte sich die Deckung vor allem in Halbzeit eins, in der die Delitzscher 20 Tore kassierten. Auch im zweiten Durchgang führte über weite Strecken der Gastgeber, lediglich in der 40. Minute keimte die Hoffnung auf zwei Auswärtszähler, als Uli Streitenberger und Steve Baumgärtel einen Zwei-Tore-Vorsprung (25:23) herauswarfen. Saarlouis glich diesen aber schnell wieder aus und fuhr seinerseits den ersten Saisonsieg ein. Als Knackpunkt des Spiels erwies sich nicht zuletzt die unausgewogene Zeitstrafenverteilung. Allein in der spannenden Schlussphase musste Concordia insgesamt 10 Minuten in Unterzahl agieren.



Concordia: Pulay, Bliß; Meiner (2), Streitenberger (4), Hummel (3), Baumgärtel (7/3), Oehlrich (5), Warmuth, Boese (5), Jacob (3), Riehn (1), Pietzsch, Telehuz
Saarlouis: Ehrich, Joncyk; Kühn, Altmeyer, Fontaine (5), Balaz (6), Hoffmann (7), Nielsen, Koppenburg, Leist, Kessler, Lohrbach (5), Grgic (8/5), Kropp 2

Siebenmeter: Concordia 3/3, Saarlouis 6/5 (Grgic scheitert)
Zeitstrafen: Concordia 7x2min, Saarlouis 3x2min
Rote Karte: Altmeyer (51., grobes Foulspiel)

Concordia fährt zum Aufsteiger

Delitzsch. In der 2. Handball-Bundesliga trifft Concordia Delitzsch am heutigen Sonnabend auf die Handballgemeinschaft (HG) Saarlouis. Das Spiel wird um 19.30 Uhr in der Halle am Stadtgarten angepfiffen. Die Nordsachsen präsentieren in dieser Partie erstmals Neuzugang Cristian Telehuc (29). Der rumänische Kreisspieler soll vor allem in der Abwehr agieren. „Wir denken aber auch an eine Entlastung von Kapitän Thomas Oehlrich am Kreis nach“, teilte Concordias Präsidentin Christine Borrmann mit. Die Tour wird mörderisch lang. Gut 600 Kilometer liegen vor den Jungs um Coach Uwe Jungandreas, wenn sie am heutigen Sonnabend gegen 9.30 Uhr den Bus besteigen. „Es ist die längste Strecke, die wir in dieser Saison zu absolvieren haben“, sagt der Handballlehrer und weiß natürlich noch nicht, wie seine Akteure diese Strapaze überstehen. Eines ist jedoch sicher: Es wird viel davon abhängen, wie schnell die verspannten Muskeln wieder locker werden. Die Gastgeber nehmen sicher keine Rücksicht darauf und gehen womöglich die erste Halbzeit lockerer an.Die Handballgemeinschaft hat allen Grund sofort in die Vollen zugehen. In den zwei bisher absolvierten Heimspielen, die übrigens jeweils gut 1200 Zuschauer sahen, unterlagen die Saarländer relativ deutlich. Auch das dritte Spiel gegen TV Korschenbroich musste die Aufsteiger-Truppe um Neu-Trainer André Gulbicki mit 39:41 abgeben. Was in der Statistik der bisherigen Spiele zudem auffällt, ist die Masse der geworfenen (und kassierten) Toren. Saarlouis Schützen trafen 103-mal. Zum Vergleich: Die Concordia waren 89-mal erfolgreich, mussten allerdings auch nur 75 Gegentreffer schlucken. Bei der HG waren es schon 118 Tore.„Auf uns wartet der zweitstärkste Angriff der Liga“, erklärt Jungandreas und weiß: „Wir werden uns auf keinen offenen Schlagaustausch einlassen. Stattdessen müssen wir aus einer stabilen Abwehr heraus agieren und unsere Möglichkeiten im Angriff konsequent umsetzen.“Unvorbereitet gehen die Nordsachsen ohnehin nicht in die Partie, aber diesmal sind sie noch mehr vorgewarnt. Die derzeitige Platzierung (17.) der Gastgeber nehme Jungandreas lediglich zur Kenntnis. Beurteilt man sie über, birgt sie eine nicht zu unterschätzende Gefahr – die Leichtfertigkeit. Schon immer geht der Delitzscher Coach von „einem Tagesgeschäft im Handball“ aus und bei jedem Spiel sind die Karten neu gemischt.Als ein Handicap könnte sich für die Concorden zum Beispiel der Gesundheitszustand von Gabor Pulay herausstellen. Der 39-jährige Ungar hatte die Woche über wegen Krankheit nicht mittrainieren können. Erst am Freitag sei wieder leicht eingestiegen, hieß es. Gerade in den vergangenen Spielen war die Nummer 22 ein wichtiger Rückhalt für die Mannschaft und nicht zuletzt auch ein Garant für einen Erfolg. „Gabor wird auf jeden Fall mitfahren“, sagte Jungandreas. Für Philipp Seitle trifft dies wahrscheinlich nicht zu. Er klagt über akute Rückenprobleme.
Ditmar Wohlgemuth, Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2009

Freitag, 25. September 2009

Neuer Kreisläufer für Concordia


Bereits seit zwei Wochen rackerte ein Zweimeter-Hühne im Concordia-Training, ohne dass Außenstehende seinen Namen kannten. Lange bemühte man sich um dessen Spielgenehmigung, jetzt hat es endlich geklappt. Es handelt sich um Christian Telehuz.


Telehuz kommt vom gelegentlichen Europapokal-Teilnehmer Steaua Bukarest und wird in Delitzsch die Kreisläuferposition besetzen. Kapitän Thomas Oehlrich bekommt so endlich eine Entlastung, damit er nicht in jedem Spiel 60 Minuten offensiv wie defensiv durchspielen muss. Telehuz, der Ende diesen Monats 30 Jahre alt wird, ist als fertiger Handballer zu bezeichnen und wird Trainer Uwe Jungandreas sofort weiterhelfen können. Vornehmlich wird er dies im Mittelblock tun, in Bukarest kam Telehuz schließlich fast ausschließlich in der Deckung zum Einsatz. In wie weit er dem Delitzscher Angriffsspiel mehr Durchschlagskraft verleihen kann, wird sich zeigen. Alle online auffindbaren Daten wurden in seinem Spielerprofil zusammengefasst, welches unter "Mannschaft" eingesehen werden kann.

Kultur- und Sportzentrum lahmgelegt

Delitzsch. Seit 2005 klagt eine Anwohnerin aus der Delitzscher Karl-Marx-Straße gegen den Betreiber des Kultur- und Sportzentrums (KSZ), den Landkreis Nordsachsen. Es geht um ruhestörenden Lärm. Inzwischen ist folgender Stand erreicht: Im KSZ dürfen nur noch 18 Veranstaltungen im Jahr durchgeführt werden, die länger gehen als 20 Uhr. Darunter fallen alle, vom Abi-Ball bis zur Silvesterveranstaltung. Aber auch die Spiele des 1. SV Concordia Delitzsch.
Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU) dazu: „Wir haben uns mehr als bemüht. Jetzt stehen wir vor richtigen Problemen. Das KSZ ist damit lahmgelegt. Wir reden hier von der größten Halle im Landkreis Nordsachsen. Mit über 1000 Sitzplätzen ist sie für Großveranstaltungen ausgelegt. Und die wollen wir dort eigentlich auch durchführen. Wir sind auf Einnahmen angewiesen, die nun fehlen.“ Die Landesdirektion Leipzig schreibt in ihrer Begründung, dass der Landkreis seine Veranstaltungen auf den Zeitraum außerhalb der Ruhezeit, vor 20 Uhr, verlegen kann. 18 Veranstaltungen pro Jahr decken nicht einmal annähernd den Bedarf des SV Concordia Delitzsch, der allein 17 Heimspiele in der Handball-Bundesliga zu bestreiten hat. Hinzu kommen Pokal- und Länderspiele. Außerdem gibt es Begegnungen anderer Abteilungen. Vor dem Sport steht das Wort Kultur, die in diesem Zentrum ebenfalls stattfinden soll. Auch Partys, Tanz und Bälle scheitern hier an der 18er-Grenze. Czupalla: „Es ist schlimm, dass sich die Schüler außerhalb der Stadtgrenzen nach Alternativen umsehen müssen, wenn sie ihr Abitur feiern wollen. Größtes Problem ist jedoch der Bundesliga-Handball.“
Die Landesdirektion hat Immissionsrichtwerte nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung und nach Freizeitlärmrichtlinien erlassen und diese auch zeitlich zugeordnet. Zudem gibt es Ruhezeiten, die eingehalten werden müssen. Unter dem Strich sind Veranstaltungen auch tagsüber nur eingeschränkt und ab 20 Uhr faktisch gar nicht mehr möglich. Czupalla: „Wenn doch, dann lässt die Klägerin Messungen durchführen. Danach kommt die nächste Anweisung aus Leipzig.“ In der Anordnung der Landesdirektion heißt es unter anderem: Überschreitungen der zulässigen Richtwerte im Sinne seltener Ereignisse sind für alle Veranstaltungsarten an insgesamt 18 Tagen im Jahr zulässig, wobei maximal zehn Nichtsportveranstaltungen möglich sind. Czupalla: „Seit zwei Jahren versuchen wir intensiv, mit der Familie auf einen Nenner zu kommen. Sämtliche Bemühungen um eine gute Nachbarschaft waren bisher vergeblich. Für mich unerklärlich, weil die Wohnung auch direkt an der Hauptstraße liegt und in unmittelbarer Nachbarschaft eine Bahnlinie verläuft.“
Der Vereinsvorstand habe nun mit großem Aufwand mit dem Deutschen Handball-Bund die Terminabsprachen für die kommenden Ereignisse getroffen. Es werde weiter Handball im KSZ geben, allerdings mit veränderten Anwurfzeiten und in begrenztem Umfang. „Länderspiele im Nachwuchsbereich, die immer abends stattfinden, fallen damit jedoch flach. Concordia hatte die bestbesuchtesten Spiele immer dann, wenn nach 19 Uhr angepfiffen wurde“, so der Landrat. Es habe Befragungen beim Publikum gegeben, das sich mehrheitlich und eindeutig für einen Spielbeginn 19 Uhr oder 19.30 Uhr ausgesprochen habe. Wenn 19 Uhr Anwurf ist, könne davon ausgegangen werden dass 22 Uhr, also zur Nachtruhe, die Bordsteine am KSZ hochgeklappt sind. Die Kreiszeitung hat Kontakt zu der Klägerin aufgenommen, um sie nach ihren Beweggründen zu fragen. Sie möchte anonym bleiben und mit ihrem Anliegen nicht in die Öffentlichkeit gehen. „Ich habe mit allen nötigen Behörden gesprochen, mit denen ich sprechen wollte. Mehr ist dazu nicht zu sagen“, so die Delitzscherin.
Frank Pfütze, Leipziger Volkszeitung vom 25. September 2009