Sonntag, 15. November 2015

NHV - SG LVB Leipzig II 26:22 (12:9)

"Nicht so schön"

Begeisterung klingt anders. „Über die zwei Punkte freue ich mich, aber das ist auch schon alles. Sonst war das Spiel nicht so schön“, sagte Michael Schneider. Der Coach des NHV Concordia Delitzsch, des Spitzenreiters der Handball-Sachsenliga, war nach der Sonntags-Partie gegen LVB Leipzig II hörbar angefressen. Das Spiel, das die Leipziger mit der Motivation angingen, „den Tabellenprimus einfach ein wenig zu ärgern“, endete erwartungsgemäß mit einem 26:22-Sieg der Gastgeber.
„Die Delitzscher waren einfach die vier Tore besser als wir“, schätzte LVB-Trainer Gabor Knappe im Nachhinein ein. „Und wir haben sie ins Schwitzen gebracht“, erklärte er mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. Für die Leipziger steht derzeit das Saisonziel klar fest: Klassenerhalt und „dafür verbessern wir uns mit jedem Spiel“. Den NHV hingegen sieht Knappe auf geradem Weg nach oben, kündigte aber schon mal an, dass es „ja auch noch ein Rückspiel geben wird“. Ganz so locker sah sein Trainerkollege Schneider die Partie nicht. Lediglich mit den ersten 15 Minuten war er zufrieden. Da führte seine Mannschaft 8:4. Zwar ließen sich die Jungs um Kapitän Ivo Doberenz nie wirklich die Butter vom Brot nehmen. Die Führung gaben sie nie ab, machten es aber zwischendurch immer mal spannend. Beim 10:9 schien es, als stünde die Wende des Spiels kurz bevor. „Ich hatte aber nie wirklich Zweifel oder das Gefühl, dass hier etwas anbrennen könnte“, stellte NHV-Mannschaftsleiter Christian Hornig klar. Dieses Gefühl teilten wohl auch die Akteure auf dem Parkett. Immer dann, wenn die Concordia ins Schlingern geriet, brachte sie sich selbst wieder auf Kurs. Wie kurz vor der Pause, als Felix Randt, an diesem Nachmittag der beste Torschütze, mit zwei Toren wieder einen soliden Abstand herstellte. Während in der Umkleide sicher deutliche Worte von beiden Trainern fielen, tummelte sich ein ganzer Schwarm von Nachwuchshandballern auf der Platte. Dem NHV muss also nicht bange sein, was die Zukunft des Handballs in Delitzsch betrifft. Nachstrebende Talente wurden längst ausgemacht.
Nach der Pause ging es rasant, aber sehr fair und mit hohem Tempo weiter zur Sache. Die Gastgeber setzten die Leipziger erheblich unter Druck, aber auch sich selbst. „Eigentlich wollten wir unseren Stiefel nur runterspielen und unser Spiel insgesamt verbessern. Ist uns heute nicht ganz optimal gelungen“, räumte Kreisspieler Marcel Ulrich ein. „Wir sind nicht so stark in die Tiefe gegangen, wie wir es eigentlich vorhatten.“ Trainer Michael Schneider sprach von vielen eigenen Fehlern, die zum Glück nicht so von den Leipzigern bestraft wurden, weil die eben auch nicht fehlerlos agierten. Die Auswertung werde intern erfolgen. Öffentlich wollte er sich dazu nicht äußern. Ein Gespräch der leisen Worte wird es wahrscheinlich nicht. Marcel Ulrich deutet an, worum es den Coach ging. „Wir sind wieder in alte Fehler verfallen. Wir haben zum Beispiel zu oft parallel vor der Abwehr gespielt, gerade bei einem 6:0-Riegel ist das nicht unbedingt erfolgreich.“ In der Abwehr, so sagte der 35-Jährige, sei einiges sehr gut gelaufen. „Nur 22 Gegentore, das ist okay.“
Ein gelungenes Comeback nach langer Pause feierte Lucas Mittag. Eigentlich war dessen Rückkehr noch nicht geplant, aber durch den krankheitsbedingten Ausfall von Marcus Leuendorf setzte der Coach auf den 21-Jährigen. Er setzte sich trotz noch nicht voll belastbarer Schulter und einem kaum vollwertigen Training sehenswert in Szene. „Aus dem Rückraum fehlt mir aber noch die Durchschlagskraft“, schätzte er ein. Anfang Dezember wolle er aber wieder voll einsatzfähig sein, hofft er.
In Sachen Torwartleistung gibt es übrigens keinerlei Abstriche auf beiden Seiten. Gabor Pulay hatte vor allem in der ersten 30 Minuten sehr starke Szenen, hielt nicht nur einen Strafwurf, sondern parierte auch elf Würfe. In der 45. Minute kam Max Neuhäuser ins Tor und knüpfte nahtlos an die gute Leistung an. Manuel Röttig, Ex-Concorde, lief im zweiten Teil der Partie zu Höchstform auf, konnte die Niederlage aber nur begrenzen.
Dass insgesamt der Druck aus dem NHV-Rückraum fehlte, fiel natürlich auch Christian Hornig auf. Obgleich er mit der Einsatzbereitschaft der Mannschaft zufrieden war, so habe ihm doch bei diesem Derby der Biss, das letzte Quäntchen Ehrgeiz gefehlt, um das Ergebnis vielleicht noch deutlicher ausfallen zu lassen. „Aber entscheidend sind am Ende die zwei Punkte und die haben wir.“ Es war der siebte Sieg der Delitzscher in Folge.
Ditmar Wohlgemuth, Leipziger Volkszeitung vom 17.November 2015

Samstag, 7. November 2015

NHV - HSG Neudorf/Döbeln 31:21 (14:10)

Die Höhe der Breite

Der NHV Concordia Delitzsch fegt weiter durch die Handball- Sachsenliga. Am Sonnabend bezwang die Mannschaft von Trainer Michael Schneider die HSG Neudorf/Döbeln 31:21 (14:10) und bleibt ungeschlagener Spitzenreiter. Mehr noch: Es war bereits der sechste Erfolg am Stück für die tapferen Schneiderlein.
Beim Betrachten des Gesamtwerks verfiel selbst der Oberkritiker in beinahe euphorischen Singsang. „Wenn man mit zehn Toren gewinnt, wollen wir mal nicht meckern“, sagte Michael Schneider. Tat er dann aber doch. Etwas obligatorische Kritik kann ja nicht schaden und schützt vor dem Fall des Hochmütigen: „Das war jetzt kein Traumspiel von uns.“ Damit dürfte der Cheffe vor allen Dingen den Auftakt beider Halbzeiten gemeint haben. Für die Anfangsphase der Partie ist das Wort „behäbig“ fast schon eine Untertreibung. Nach sieben Minuten waren gerade zwei Tore gefallen, stand es 1:1. Da dachten einige Zuschauer mit leichtem Schauder an die legendäre Defensivschlacht gegen den ZHC Grubenlampe vor einigen Jahren zurück. Im Gegensatz zum damaligen 13:13 nahm die Begegnung mit der Neudorf/Döbelner Abordnung dann doch recht zügig Fahrt auf, das heißt, vor allem der NHV nahm Fahrt auf.
Angetrieben vom umtriebigen Felix Randt schlichen sich die Hausherren Stück für Stück davon. Bei der HSG fehlte Toptorjäger Alexander Winkler an allen Ecken. Die Concorden können ihre aktuell auch nicht gerade traumhafte Personalsituation dagegen dank breitschultrigem Kader abfedern. Schneider beschreibt diesen Komfort unnachahmlich: „Die Qualität ist bei uns in der Breite ziemlich hoch.“ Diese Höhe der Breite bekam Döbeln zu spüren. Speziell in der Schlussphase, als den Gästen sichtbar der Atem stockte und die Delitzscher das Ergebnis gnadenlos in die Höhe trieben.
Dabei musste man Anfang der zweiten Halbzeit beim Stand von 18:15 (40.) nicht unbedingt mit einer derartigen Ohrfeige für den Gegner rechnen. „Da haben wir nicht aggressiv genug verteidigt“, bemängelte NHV-Co-Trainer Martin Möhle. Den defensiven Schlendrian trieben sich die Delitzscher allerdings schnell selbst wieder aus. Das wiederum führte zu Ballgewinnen, die in Kontertoren und dem glasklaren Heimsieg mündeten. Die Delitzscher Fans wurden beglückt in die laue Novembernacht entlassen.
Der heiße Herbst beginnt für den NHV erst jetzt so richtig. Es stehen die Partien gegen LVB Leipzig II (6.), Elbflorenz (4.) und Görlitz (3.) an. Michael Schneider bezeichnet diese Konstellation als „ein ziemliches Restprogramm“. Könnte ziemlich anstrengend werden, könnte aber auch ein wichtiger Schritt zur angepeilten Meisterschaft werden. „Wir sind gut drauf, haben einen Lauf und bleiben mit dem Füßen auf dem Boden für unser großes Ziel“, sagt Schneider. Der Boden ist jedenfalls bereitet. Nebenbei bemerkt entspannt sich die Personallage langsam wieder. Patrick Baum und Malte Unkell sollten am Sonntag gegen Leipzig mit von der Partie sein, Jan Jungandreas peilt für das Elbflorenz-Spiel sein Comeback an. Selbst der Langzeitmalade Lucas Mittag ist inzwischen ins Training eingestiegen. Mit Glück steht er im Dezember wieder seinen Mann auf dem Parkett.
Apropos Personallage: Zum guten Schluss enden wir mit einer wunderbaren Randt-Notiz. Felix Randt ist am Donnerstag Vater eines gewissen Anton geworden. Der Delitzscher Fanclub ließ sich nicht lumpen, überreichte dem Papa am Sonnabend das entsprechende Kinder-Zubehör. Der Handball-Nachwuchs muss gefördert werden ...
Johannes David, Leipziger Volkszeitung vom 9.November 2015

Sonntag, 1. November 2015

HVH Kamenz - NHV 23:27 (11:15)

Delitzscher trotzen der Personalmisere

Wenn selbst die Stand-by-Spieler ausfallen, ist die Not für gewöhnlich groß. Doch der NHV Concordia Delitzsch um Chefcoach Michael Schneider hatte beim Sonntagserfolg in Kamenz (wir berichteten) wie in früheren Zeiten, mal wieder die Not zur Tugend erklärt. Wer auch ohne drei Stammspieler und den früheren Kapitän Marcus Leuendorf bei einem überaus wehrhaften Gegner besteht, führt wohl zu Recht die Tabelle der Handball-Sachsenliga an.
Angesichts der schwierigen Personallage war Co-Trainer Martin Möhle nach dem fünften Saisonsieg die Erleichterung deutlich anzumerken: „Unter den Voraussetzungen war das heute ein starker Auftritt in Kamenz“, sagte er und sprach von „einer geschlossenen Mannschaftsleistung, vor allem in der Abwehr und stellenweise auch im Angriff“. Doch wie so oft kam der „Statistikpapst“ nicht ohne kritische Worte aus: „Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit zu viele einfache Fehler geleistet und die Wurfausbeute ließ zu wünschen übrig.“
Aus diesem Grund fiel die Delitzscher Halbzeitführung mit 15:11 vergleichsweise bescheiden aus. Und der zweite Durchgang begann nicht gerade nach dem Wunsch der Gäste. Thomas Grafe sah nach seiner dritten Zeitstrafe früh die Rote Karte. Die Concorden waren einer weiteren Option beraubt. Diese Schwächung nutzte Kamenz eiskalt aus, war beim Stand von 17:18 wieder dran. Doch die Gäste berappelten sich wieder, schlossen die Reihen und setzten sich erneut etwas ab. „Auch in kritischen Phasen haben wir den Kopf oben behalten und hatten immer die richtige Antwort parat“, lobte Möhle die Kaltschnäuzigkeit der Mannschaft. In der Vergangenheit wäre die Partie möglicherweise noch einmal gekippt, doch in dieser Saison ist einiges anders am Lober. Wer die Ausfälle von Jan Jungandreas, Lucas Mittag, Malte Unkell, Enrico Henoch und Marcus Leuendorf wegsteckt, der ist schwer zu schlagen. Speziell die Cleverness, mit der Delitzsch den Vorsprung in der Schlussphase verwaltete, ließ die Fans frohlocken.
So bleibt der NHV momentan das Maß der Dinge in der Sachsenliga, ist als einziges Team neben Radeburg noch ungeschlagen. Am kommenden Sonnabend wollen die Schützlinge von Michael Schneider mit einem Heimsieg gegen die HSG Neudorf/Döbeln (8.) ihre Vormachtstellung untermauern.
Sven Sauerbrey/Jens Teresniak, Leipziger Volkszeitung vom 3.November 2015

Samstag, 24. Oktober 2015

NHV - SG Leipzig/Zwenkau 29:22 (13:9)

Glanzlos zum Pflichtsieg

Der NHV Concordia Delitzsch bleibt unbezwungener Primus der Handball-Sachsenliga. Die Mannschaft von Trainer Michael Schneider bezwang am Samstagabend Schlusslicht SG Leipzig/Zwenkau souverän, aber glanzlos mit 29:22 (13:9). Allerdings mussten die Hausherren ohne drei Leistungsträger auskommen. Zu den Ausfällen von Jan Jungandreas und Lucas Mittag gesellte sich kurzfristig Malte Unkell, der sich im Training am Knöchel verletzte. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Den plötzlichen Mangel an Linkshändern kompensierte der NHV mit einem kleinen Kunstgriff. Ex-Kapitän Marcus Leuendorf gab den Feuerwehrmann und feierte sein Comeback. Trotz der personellen Umstellungen fanden die Concorden sofort ins Spiel führten ratzfatz mit 4:1. Zudem sah SG-Kapitän Maximilian Schulz bereits in dieser frühen Phase eine umstrittene Rote Karte. Alles schien für Delitzsch zu laufen, doch aus dem Schaulaufen wurde nichts. Die SG blieb ruhig, spielte ihre Angriffe geduldig zu Ende, ließ sich nicht abschütteln.
„Was mir nicht gepasst hat, ist, dass wir nicht konsequent Handball gespielt haben, phasenweise sehr statisch waren. Da kann ich nicht mit zufrieden sein“, sagte Schneider. Eine dieser Phasen führte dazu, dass es nach 18 Minuten nur noch 8:6 stand. Immer wieder brachte der NHV die Gäste mehr oder weniger selbst zurück ins Spiel, um sich dann wieder abzusetzen. „Wir haben heute über die kompletten 60 Minuten zu viele technische Fehler gemacht, die häufig ohne gegnerische Bedrängnis passiert sind“, meinte Co-Trainer Martin Möhle. Auf Seiten der SG machte ausgerechnet ein gebürtiger Delitzscher auf sich aufmerksam: Dem 17-jährigen Oskar Emanuel gelangen drei Treffer. Doch auch der Jungspund konnte nicht verhindern, dass sich Delitzsch bis zur Pause auf vier Tore absetzte, was nicht zuletzt an der starken Deckungsarbeit lag. „In der Abwehr haben wir über weite Strecken ordentlich gestanden, aber vorn waren viele Unkonzentriertheiten dabei“, sagte Möhle. So kamen die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs tatsächlich noch einmal bis auf 17:15 heran. Danach war aber endgültig Schluss mit lustig.
In der Schlussviertelstunde zog der NHV davon, münzte seine konditionellen Vorteile in Tore um. Über die Stationen 21:16 und 27:19 sprinteten die Gastgeber ins Ziel und sorgten letztlich doch noch für ein standesgemäßes Ergebnis. „Am Ende haben wir es souverän verwaltet“, befand Michael Schneider. Auf die weniger guten Teile der Darbietung wird er sicherlich intern zu sprechen kommen.
Zum Schluss noch eine Personalie: NHV-Geschäftsstellenleiter Frank Bönke wurde am Samstag verabschiedet. Er arbeitet künftig bei einer Eventagentur in Leipzig. Am Sonntag erwartet seine Ex-Teamkollegen eine mutmaßlich größere Herausforderung als an diesem Wochenende – es geht nach Kamenz.
Sven Sauerbrey, Leipziger Volkszeitung vom 26.Oktober 2015

Sonntag, 18. Oktober 2015

EHV Aue II - NHV 28:33 (16:15)

Der Primus hält den Ball flach

Zur Halbzeit eingewechselt, neun Paraden gezeigt, Sonderlob abkassiert. Dennoch hielt Keeper Max Neuhäuser nach dem 33:28-Erfolg seines NHV Concordia Delitzsch am Sonntag in Aue den Handball flach: „Natürlich bin ich froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Aber das war ein Erfolg des gesamten Teams. Jeder hat sich zu 100 Prozent reingehangen und gefightet.“
Und das war auch bitter nötig. Denn nach einer starken Anfangsphase, angeführt vom treffsicheren Danny Trodler, schlichen sich Nachlässigkeiten ins Delitzscher Spiel ein. Der Ball lief nicht mehr flüssig und die NHV-Männer verzettelten sich ein ums andere Mal in Einzelaktionen. Die daraus resultierenden Halbchancen wurden reihenweise vergeben und Aue zu einfachen Gegenstoßtoren eingeladen. Innerhalb kürzester Zeit drehten die Erzgebirgler mit einem 5:0-Lauf das Spiel zu ihren Gunsten und gingen fünf Minuten vor der Halbzeitpause beim Stand von 12:11 erstmals in Führung. Eine Auszeit des Delitzscher Trainers Michael Schneider brachte dann wieder die gewohnte Sicherheit ins Spiel und Delitzsch glich kurz vor dem Pausenpfiff aus. Ein direkt verwandelter Freiwurf brachte dann allerdings doch noch die 16:15- Pausenführung für die Gastgeber.
Wie schon im letzten Spiel gegen Cunewalde kam die Delitzscher Mannschaft wie ausgewechselt aus der Kabine. Für Routinier Gábor Pulay stand nun Neuhäuser im Kasten und glänzte sofort mit einigen Paraden, was auch seinen Vorderleuten einen Schub verlieh. Im Angriff wurde nun mit viel Tempo gespielt, so dass sich der Rückstand nach einem 10:2-Lauf vor der Schlussviertelstunde zu einem komfortablen Vorsprung (28:19) gewandelt hatte. In dieser Phase spielten die Herren vom Lober ganz nach dem Geschmack der zahlreich mitgereisten NHV- Fans: beweglich und aggressiv. Aue wurde so immer wieder zu schweren Abschlüssen und Ballverlusten gezwungen. Die Delitzscher nutzten dies für einfache Tore. Auch wenn sich die Bundesliga-Reserve nie aufgab, war das Spiel somit praktisch entschieden. Co-Trainer Martin Möhle: „Mit diesem Vorsprung im Rücken überstanden wir auch noch einige Unterzahlsituationen und konnten letztlich einen souveränen Sieg gegen eine junge, gut ausgebildete Auer Mannschaft feiern.“
Dass auch der letzte direkte Freiwurf von Aue wieder den Weg an der NHV-Mauer vorbei fand, verkam zur Randnotiz, aber solche Nachlässigkeiten sollte sich die Mannschaft im Aufstiegskampf eigentlich nicht erlauben. Nächster Gegner ist am Sonnabend die SG Leipzig/Zwenkau. Diese rangiert zwar derzeit nur auf dem letzten Platz, zeigte zuletzt aber eine ansteigende Formkurve. Für die NHV-Männer gilt es also, konzentriert zu Werke zu gehen.
Sven Sauerbrey/Jens Teresniak, Leipziger Volkszeitung vom 20.Oktober 2015